Netz & Primärenergiefaktor
Energiebunker Hamburg: Ein Symbol für nachhaltige Energienutzung
Rund 60 Jahre witterte der ehemalige Flakbunker in Hamburg-Wilhelmsburg ungenutzt vor sich hin. Mit der Internationalen Bauausstellung (IBA), die von 2006 bis 2013 in Hamburg stattfand, begann jedoch die Transformation dieses historischen Bauwerks. In einem umfassenden Sanierungsprozess wurden über 25.000 Tonnen Trümmer beseitigt, das Gebäude statisch gesichert und in ein Vorzeigeprojekt der Energiewende umgestaltet. Seit April 2013 ist der Umbau abgeschlossen, der Energiebunker in Betrieb und eine informative Ausstellung über seine Geschichte zugänglich.
Heute gilt der Bunker als ein Symbol für Hamburgs innovativen Umgang mit regenerativen Energien. Auf dem Dach und an der Südseite des Gebäudes sind mehr als 2.000 Quadratmeter Solarkollektoren und -zellen installiert. Die Solarthermieanlage auf dem Dach erzeugt Wärme, während die Photovoltaikanlage an der Südseite Strom produziert. Zudem wird Abwärme aus einem benachbarten Industriegebiet in den Energiebunker geleitet, dort gespeichert und als Wärme an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben. Diese moderne Energiezentrale versorgt rechnerisch über 3.500 Wohneinheiten mit klimafreundlicher Wärme und speist Ökostrom in das lokale Stromnetz ein.
Energiebunker und Geothermie – Kombination der Technologien
Zukünftig wird ein Großteil der Wärme in Wilhelmsburg mittels Geothermie erzeugt. Diese Wärmequelle wurde erstmalig in dieser Größenordnung innerhalb des Hamburger Stadtgebiets erschlossen.
Aus einer Tiefe von über 1.300 Metern wird etwa 48 Grad Celsius warmes Thermalwasser gefördert. Durch den Einsatz einer effizienten Wärmepumpenkaskade wird das Heizwasser auf das je nach Jahreszeit erforderliche Temperaturniveau angehoben. Damit lassen sich rein rechnerisch ab 2026 über 6.000 Haushalte mit klimafreundlicher Wärme versorgen.
Wärmenetz Wilhelmsburg wächst und wird klimafreundlicher
Die Geothermie-Anlage schreitet in ihrer Realisierung voran: So hat der Bau des Heizhauses für die Wärmepumpenanlage bereits begonnen. Für ein stabiles Fundament wurden mehr als 140 Pfähle mit einer Länge von je 11 Metern in den Untergrund gebracht. Nach Herstellung des Betonfundaments soll nahtlos das Heizhaus errichtet werden. Dort steht zukünftig die mehrstufige Wärmepumpen-Anlage, die das Temperaturniveau des Thermalwassers aus der Geothermie auf das Niveau der Fernwärme in Wilhelmsburg anhebt. Auch die Wärmepumpen-Anlage ist bereits in der Fertigung. Im Verlauf des Jahres 2026 soll gemäß Planungsstand die Geothermie-Anlage mit all ihren Komponenten schrittweise in Betrieb gehen, um noch im gleichen Jahr CO2-neutrale Erdwärme zu fördern und die klimafreundliche Wärme bedarfsgerecht in das Wilhelmsburger Fernwärmenetz einzuspeisen.
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Zertifizierte Werte – Wärmenetz Wilhelmsburg
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Downloads für Sie
- Technische Anschlussbedingungen (TAB-Wilhelmsburg) 2025PDF 610.68 KB
- Netzverluste 2025 gemäß §1a Absatz 2 der AVBFernwärmeVPDF 42.59 KB
- Wilhelmsburg - Bescheinigung nach FW 309-5 für EEPDF 107.80 KB
- Wilhelmsburg - Bescheinigung nach FW 309-1 für PEF und CO2PDF 105.11 KB
- Wilhelmsburg - Energiemix nach Sonderberechnungsvorschrift FW gem. QNGPDF 116.13 KB
Anmerkung: Die Datei benötigt ein Passwort – bitte fragen Sie dieses im Bereich Technik & Netzservice unter folgender E-Mail-Adresse technische-anfragen@hamburger-energiewerke.de an.