Netz & Primärenergiefaktor
Unser Stadtnetz – 900 km für Hamburg
Mit rechnerisch über 538.000 versorgten Wohneinheiten ist unser Stadtnetz eines der größten Fernwärmesysteme Deutschlands. Die Wärme gelangt dabei über unser etwa 900 Kilometer langes Netz zu den rund 13.000 Übergabestationen in den Gebäuden unserer Kundinnen und Kunden. In den kommenden Jahren wird das Fernwärmenetz stark ausgebaut und verdichtet.
Insgesamt leisten wir mit unserer zukünftig klimaneutralen Fernwärme den größten Einzelbeitrag in Hamburg, um die CO2-Emissionen in der Stadt zu reduzieren. Dabei setzen wir auf eine Vielzahl unterschiedlicher, klimaneutraler Wärmequellen und innovative Technologien.
Mehr zum Kohleausstieg
Heute schon gut – morgen noch besser
Den Großteil unserer Wärme haben wir bisher an den Standorten unserer Heizkraftwerke Tiefstack und Wedel erzeugt. Für die künftige Wärmeerzeugung nutzen wir vorhandene, klimaneutrale Wärmequellen im städtischen Raum. Wir setzen dafür in Hamburg auf einen effizienten und klimafreundlichen Mix, unter anderem aus Abwärme aus der Industrie und der Müllverwertung sowie Wärme aus dem Abwasser. Diese Wärmequellen ergänzen wir durch zukunftsorientierte Technologien wie Großwärmepumpen- oder Wind-zu-Wärme-Anlagen. Um Hamburg unabhängig von fossilen Brennstoffen und damit nachhaltig zu machen, haben wir bereits 2020 die Weichen für den Energiepark Hafen als Ersatz für das Heizkraftwerk Wedel gestellt. Das Heizkraftwerk Tiefstack wird durch den Energiepark Tiefstack ersetzt und der Kohleausstieg bis 2030 sichergestellt. Dort ist künftig eine Flusswasser-Wärmepumpe mit 60 Megawatt Leistung integraler Bestandteil des Erzeugungskonzepts.
Klimaneutrale Energieversorgung
Bis 2040 wollen wir eine klimaneutrale Wärmeversorgung bieten. Seit unserer Rekommunalisierung im Jahr 2019 gehen wir gemeinsam mit der Stadt Hamburg den konsequenten Weg zur Klimaneutralität. Wichtige Meilensteine auf diesem Weg sind der Ausbau regenerativer Energiequellen, der Umbau unserer Kraftwerke und der Ausstieg aus der Kohle.
2019
Rekommunalisierung der Fernwärmenetze und Gründung der Wärme Hamburg GmbH
2022
Start der Hamburger Energiewerke (Fusion mit Hamburg Energie)
2023
Inbetriebnahme der Power-to-Heat-Anlage Wedel
2024
Einbindung von weiterer Abwärme der MVB
2025
Einbindung von industrieller Abwärme von Aurubis
Start Inbetriebnahmephase des Energieparks Hafen
2030
Ausstieg aus der Kohle abgeschlossen
2040
Klimaneutralität der Wärmeversorgung erreicht
Zertifizierte Werte im Überblick – Stadtnetz
Weitere Fragen – und unsere Antworten
Der Anschluss an das Fernwärmenetz umfasst mehrere Schritte, die von der Anfrage bis zur Inbetriebnahme reichen. Details zu den einzelnen Phasen und den benötigten Unterlagen finden Sie auf unserer Webseite. Finden Sie mehr über den genauen Ablauf des Anschlusses heraus. Sie können Ihre Anfrage für einen Fernwärmeanschluss auch direkt über unser Hausanschlussportal einreichen.
Bei Fragen oder Unklarheiten zu Ihrer Fernwärme-Rechnung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Sie können unser Vertragsmanagement telefonisch unter 040 6396-3003 kontaktieren. Zudem finden Sie Ihren persönlichen Ansprechpartner im Kundenportal oder auf Ihrer Fernwärmerechnung.
Bitte teilen Sie uns den neuen Eigentümer bzw. die neue Hausverwaltung schriftlich per E-Mail oder über das Kundenportal mit. Nennen Sie uns unbedingt die komplette Firmierung des neuen den neuen Eigentümer bzw. der neue Hausverwaltung inklusive der Adressdaten und den Übergabezeitpunkt.
Nach einer energetischen Sanierung ist es wichtig, uns zu informieren, um sicherzustellen, dass auch Ihre Fernwärmeversorgung entsprechend optimal eingestellt wird. Kontaktieren Sie unseren technischen Kundendienst unter 040 6396-3003 für eine individuelle Beratung. Weitere Informationen zu diesem Prozess finden Sie im Bereich Infos für Handwerksbetriebe auf unserer Website.
Die Technologien zur Wärmegewinnung variieren je nach Versorgungsgebiet und den jeweiligen Energiemix. In unserem Kundenportal haben Sie die Möglichkeit, den spezifischen Mix für Ihr Gebiet einzusehen.
Die Fernwärme in Hamburg wird bis spätestens 2030 vollständig ohne Kohle erzeugt. Wir streben an, bis zum Jahr 2040 unsere gesamte Wärmeproduktion und -verteilung klimaneutral zu gestalten, um einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Zur Reduzierung Ihrer Heizkosten bieten wir individuelle Beratung durch unseren technischen Kundendienst an. Kontaktieren Sie uns unter 040 6396-3003 oder finden Sie Ihren Ansprechpartner im Kundenportal, um maßgeschneiderte Tipps und Lösungen zu erhalten.
Der Primärenergiefaktor (PEF) gibt Aufschluss über die zum Heizen aufzuwendende Menge an Primärenergie und berücksichtigt auch vorgelagerte Ketten, wie die Verarbeitung und den Transport der Brennstoffe. Alle Anbieter von Wärme müssen ihre Produkte regelmäßig von unabhängigen Auditoren zertifizieren lassen. Dabei soll die aufzuwendende Menge an Primärenergie möglichst ressourcenschonend und gering sein.
Für Fernwärmeunternehmen ist der PEF das entscheidende Kriterium für die Qualität ihres Produktes, auch wenn durch die Wärmewende weitere Faktoren zur Bewertung dazu kommen. Die Neuzertifizierung der Anlagen der Hamburger Energiewerke zeigt beim PEF eine Verbesserung von 0,33 auf jetzt 0,24.
Die Zertifizierung erfolgt wie in der Branche üblich und amtlich anerkannt auf Grundlage der Arbeitsblätter FW 309-1 und FW 309-5 der Arbeitsgemeinschaft Fernwärme. Die Planzahlenberechnung ist anerkannt und sachgerecht, da auch Gebäude, die heute an das Fernwärmenetz angeschlossen werden, über viele Jahre (typisch >30 Jahre) die Vorteile dieser sich ständig verbessernden Qualitätswärme genießen.
Brennstoffe unterscheiden sich, was die Kohlendioxidemissionen (CO2) angeht. Bei der Verbrennung von Naturgas entsteht ein Drittel weniger CO2 als bei der Verbrennung von Steinkohle. Wärme aus der industriellen Produktion wird zusätzlich noch zum Heizen verwendet und nicht als Kühlwasser in der Elbe beseitigt. Die Verwendung von erneuerbaren Wärmequellen oder von Abwärme weist deutlich geringere CO2-Emissionen auf als fossile Brennstoffe. Bei KWK-Anlagen ist zudem zu berücksichtigen, dass sich der hohe Wirkungsgrad bei gleichzeitiger Erzeugung von Strom und Wärme auf den spezifischen CO2-Emisionsfaktor auswirkt.
Der Wechsel zu CO2-ärmeren Brennstoffen leistet daher einen Beitrag zum Klimaschutz. Langfristig streben die Hamburger Energiewerke einen höheren Anteil CO2-freier Energieträger an.
Die Neubestimmung der Anlagen der Hamburger Energiewerke zeigt beim spezifischen CO2-Emissionsfaktor eine Verbesserung von 64g CO2/kWh auf jetzt 10g CO2/kWh.
Erneuerbare Energien und Abwärme gelten als Grundlage für die Wärmewende in Deutschland und sollen ihren Anteil zur Verminderung von Treibhausgasemissionen beitragen. Ihr Anteil soll in den nächsten Jahren immer weiter steigen und idealerweise im Fernwärmesystem die fossilen Brennstoffe vollständig verdrängen.
Schon heute werden klimaneutrale Quellen zur Fernwärmeerzeugung eingesetzt. Hierzu zählen erneuerbare Quellen wie z. B. der biogene Anteil unseres Hausmülls, der in der thermischen Abfallbehandlung verwertet wird. Der Anteil wird weiter erhöht und laut Bescheinigung beträgt der Anteil erneuerbarer Wärme im Stadtnetz Hamburg im Planjahr 58,8 %.
Wir wollen bis 2028 den Anteil klimaneutraler Wärme im Stadtnetz auf rund 50 Prozent steigern und bis spätestens 2030 den Kohleausstieg beenden. Das ist für unsere Kunden von großem Vorteil, da sie mit einem Fernwärmeanschluss schon heute die gesetzlichen Vorgaben an eine nachhaltige Wärmeversorgung erfüllen. Außerdem machen wir uns so unabhängiger von fossilen Brennstoffen sowie vom steigenden CO2-Preis. Die Fernwärme bleibt im Stadtnetz im Vergleich mit anderen zukunftsfähigen Heizungstechnologien für mehrgeschossige Gebäude die günstigste Dekarbonisierungsoption.
Akquise/Neuanschluss Fernwärme
- Wenn Informationen zu Tarifen und Vertragsbedingungen benötigt werden
- Bei Fragen rund um einen Neuanschluss nutzen Sie unser Hausanschlussportal
Telefon 040 6396 3003
E-Mail waerme@hamburger-energiewerke.de