Netz & Primärenergiefaktor
Unser Stadtnetz – 900 km für Hamburg
Mit rechnerisch über 540.000 versorgten Wohneinheiten ist unser Stadtnetz eines der größten Fernwärmesysteme Deutschlands. Über unser rund 900 Kilometer langes Netz gelangt die Wärme zu etwa 13.000 Übergabestationen in den Gebäuden unserer Kundinnen und Kunden. In den kommenden Jahren wollen wir das Fernwärmenetz weiter ausbauen und verdichten und damit noch mehr Hamburgerinnen und Hamburgern den Zugang zur Fernwärme ermöglichen.
Gleichzeitig entwickeln wir die Wärmeerzeugung schrittweise weiter. Unser Ziel ist es, die mit der Fernwärmeversorgung verbundenen CO₂-Emissionen kontinuierlich zu reduzieren und damit die Freie und Hansestadt Hamburg bei der Erreichung ihrer Klimaziele zu unterstützen. Dafür setzen wir zunehmend auf unterschiedliche erneuerbare und unvermeidbare Wärmequellen sowie auf neue Technologien und Infrastrukturprojekte.
Mehr zum Kohleausstieg
Heute schon gut – morgen noch besser
Einen Großteil unserer Wärme erzeugen wir bisher an den Standorten unserer Heizkraftwerke Tiefstack und Wedel. Für die zukünftige Wärmeversorgung erschließen und nutzen wir zunehmend weitere Wärmequellen im Hamburger Stadtgebiet. Dazu gehören unter anderem Abwärme aus Industrie und Abfallverwertung sowie Wärme aus Abwasser. Ergänzt werden diese Quellen durch Technologien wie Großwärmepumpen, Gaskraftwerke und Wind-zu-Wärme-Anlagen.
Mit dem Umbau unserer Erzeugungsstruktur wollen wir den Einsatz fossiler Brennstoffe schrittweise reduzieren und die mit der Fernwärmeversorgung verbundenen CO2-Emissionen senken.
Ein zentraler Baustein ist der Energiepark Hafen, der das Heizkraftwerk Wedel ersetzt. Auch der Standort Tiefstack wird weiterentwickelt: Das heutige Heizkraftwerk soll durch den Energiepark Tiefstack ersetzt werden. Damit schaffen wir wesentliche Voraussetzungen für den geplanten Kohleausstieg bis spätestens Ende 2030.
Teil des zukünftigen Erzeugungskonzepts in Tiefstack ist unter anderem eine Flusswasser-Wärmepumpe mit einer geplanten Leistung von 60 Megawatt.
Unser Weg zur Wärmeversorgung von morgen
Die Freie und Hansestadt Hamburg verfolgt das Ziel, bis 2040 klimaneutral zu werden. Wir wollen dazu beitragen, dieses Ziel auch im Bereich der Wärmeversorgung zu erreichen. Dafür entwickeln wir unsere Erzeugungsstruktur schrittweise weiter, erschließen zusätzliche erneuerbare und unvermeidbare Wärmequellen, bauen unsere Anlagen um und treiben den Ausstieg aus der Kohle voran.
Wichtige Meilensteine auf diesem Weg sind:
2019
Rekommunalisierung der Fernwärme und Gründung der Wärme Hamburg GmbH
2022
Gründung der Hamburger Energiewerke durch den Zusammenschluss von Wärme Hamburg und Hamburg Energie
2023
Inbetriebnahme der Power-to-Heat-Anlage in Wedel
2024
Einbindung zusätzlicher Abwärme der Müllverwertung Borsigstraße
2025
Einbindung industrieller Abwärme von Aurubis und Beginn der Inbetriebnahmephase des Energieparks Hafen
Ende 2030
Geplanter Abschluss des Kohleausstiegs in der Fernwärmeerzeugung
Zertifizierte Werte im Überblick – Stadtnetz
Weitere Fragen – und unsere Antworten
Der Anschluss an das Fernwärmenetz umfasst mehrere Schritte, die von der Anfrage bis zur Inbetriebnahme reichen. Details zu den einzelnen Phasen und den benötigten Unterlagen finden Sie auf unserer Webseite. Finden Sie mehr über den genauen Ablauf des Anschlusses heraus. Sie können Ihre Anfrage für einen Fernwärmeanschluss auch direkt über unser Hausanschlussportal einreichen.
Bei Fragen oder Unklarheiten zu Ihrer Fernwärme-Rechnung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Sie können unser Vertragsmanagement telefonisch unter 040 6396-3003 kontaktieren. Zudem finden Sie Ihren persönlichen Ansprechpartner im Kundenportal oder auf Ihrer Fernwärmerechnung.
Bitte teilen Sie uns den neuen Eigentümer bzw. die neue Hausverwaltung schriftlich per E-Mail oder über das Kundenportal mit. Nennen Sie uns unbedingt die komplette Firmierung des neuen den neuen Eigentümer bzw. der neue Hausverwaltung inklusive der Adressdaten und den Übergabezeitpunkt.
Nach einer energetischen Sanierung ist es wichtig, uns zu informieren, um sicherzustellen, dass auch Ihre Fernwärmeversorgung entsprechend optimal eingestellt wird. Kontaktieren Sie unseren technischen Kundendienst unter 040 6396-3003 für eine individuelle Beratung. Weitere Informationen zu diesem Prozess finden Sie im Bereich Infos für Handwerksbetriebe auf unserer Website.
Die Technologien zur Wärmegewinnung variieren je nach Versorgungsgebiet und den jeweiligen Energiemix. In unserem Kundenportal haben Sie die Möglichkeit, den spezifischen Mix für Ihr Gebiet einzusehen.
Bis Ende 2030 müssen wir gemäß den Vorgaben des Hamburgerischen Klimaschutzgesetzes die Wärmeerzeugung aus Steinkohle beenden. Wir unterstützen die Stadt Hamburg bei ihrem Ziel zur Klimaneutralität bis 2040.
Zur Reduzierung Ihrer Heizkosten bieten wir individuelle Beratung durch unseren technischen Kundendienst an. Kontaktieren Sie uns unter 040 6396-3003 oder finden Sie Ihren Ansprechpartner im Kundenportal, um maßgeschneiderte Tipps und Lösungen zu erhalten.
Der Primärenergiefaktor (PEF) gibt Aufschluss über die zum Heizen aufzuwendende Menge an Primärenergie und berücksichtigt auch vorgelagerte Ketten, wie die Verarbeitung und den Transport der Brennstoffe. Alle Anbieter von Wärme müssen ihre Produkte regelmäßig von unabhängigen Auditoren zertifizieren lassen. Dabei soll die aufzuwendende Menge an Primärenergie möglichst ressourcenschonend und gering sein.
Für Fernwärmeunternehmen ist der PEF das entscheidende Kriterium für die Qualität ihres Produktes, auch wenn durch die Wärmewende weitere Faktoren zur Bewertung dazu kommen. Die Neuzertifizierung der Anlagen der Hamburger Energiewerke zeigt beim PEF eine Verbesserung von 0,33 auf jetzt 0,24.
Die Zertifizierung erfolgt wie in der Branche üblich und amtlich anerkannt auf Grundlage der Arbeitsblätter FW 309-1 und FW 309-5 der Arbeitsgemeinschaft Fernwärme. Die Planzahlenberechnung ist anerkannt und sachgerecht, da auch Gebäude, die heute an das Fernwärmenetz angeschlossen werden, über viele Jahre (typisch >30 Jahre) die Vorteile dieser sich ständig verbessernden Qualitätswärme genießen.
Brennstoffe unterscheiden sich, was die Kohlendioxidemissionen (CO2) angeht. Bei der Verbrennung von Naturgas entsteht ein Drittel weniger CO2 als bei der Verbrennung von Steinkohle. Wärme aus der industriellen Produktion wird zusätzlich noch zum Heizen verwendet und nicht als Kühlwasser in der Elbe beseitigt. Die Verwendung von erneuerbaren Wärmequellen oder von Abwärme weist deutlich geringere CO2-Emissionen auf als fossile Brennstoffe. Bei KWK-Anlagen ist zudem zu berücksichtigen, dass sich der hohe Wirkungsgrad bei gleichzeitiger Erzeugung von Strom und Wärme auf den spezifischen CO2-Emisionsfaktor auswirkt.
Der Wechsel zu CO2-ärmeren Brennstoffen leistet daher einen Beitrag zum Klimaschutz. Langfristig streben die Hamburger Energiewerke einen höheren Anteil CO2-freier Energieträger an.
Die Neubestimmung der Anlagen der Hamburger Energiewerke zeigt beim spezifischen CO2-Emissionsfaktor eine Verbesserung von 64g CO2/kWh auf jetzt 10g CO2/kWh.
Akquise/Neuanschluss Fernwärme
- Wenn Informationen zu Tarifen und Vertragsbedingungen benötigt werden
- Bei Fragen rund um einen Neuanschluss nutzen Sie unser Hausanschlussportal
Telefon 040 6396 3003
E-Mail waerme@hamburger-energiewerke.de
Anmerkung: Die Datei benötigt ein Passwort – bitte fragen Sie dieses im Bereich Technik & Netzservice unter folgender E-Mail-Adresse technische-anfragen@hamburger-energiewerke.de an.