Planung Photovoltaik
Zu den grundlegenden Schritten gehören die Standortanalyse, die Ermittlung der richtigen Anlage für Ihre Bedürfnisse, das Klären rechtlicher Rahmenbedingungen und die fachgerechte Installation. Die finanzielle Planung der Photovoltaik-Kosten spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle, besonders wenn es um die Nutzung von Fördermöglichkeiten geht, die helfen können, die Investitionskosten schneller zu amortisieren. Durch die professionelle Installation und Inbetriebnahme durch qualifizierte Fachkräfte wird zudem sichergestellt, dass Ihre PV-Anlage reibungslos funktioniert und optimal läuft.
Checkliste
Was Sie bei der Planung, Installation und Inbetriebnahme konkret berücksichtigt sollten, haben wir in einer Checkliste für Sie zusammengefasst.
Laden Sie sich das PDF herunter und haken Sie mit nur einem Klick alle erledigten Schritte für Ihr persönliches Solarprojekt ab.
Wie viel kostet eine PV-Anlage?
Die Kosten für eine Solaranlage setzen sich aus verschiedenen Faktoren zusammen:
1. Einmalige Anschaffungskosten
Die Kosten für den Kauf und die Installation der PV-Anlage sind abhängig von der Größe und Leistung der Anlage. Wir empfehlen die Größe der Anlage auf den eigenen Verbrauch abzustimmen.
1 kWp installierte Leistung deckt ca. 800 kWh Verbrauch im Jahr ab. Dafür werden ca. 6-7 m² Dachfläche wird benötigt.
Ermitteln Sie zur Berechnung Ihren Jahresstromverbrauch – z. B. aus den letzten Stromrechnungen – und berücksichtigen Sie auch zukünftige Änderungen, wie den Zuwachs an Personen im Haushalt oder die Anschaffung größerer Elektrogeräte, E-Autos oder einer Wärmepumpe.
Ob Ihnen genug Dachfläche zur Verfügung steht, erfahren Sie ganz einfach über unseren Solar-Rechner:
2. Einmalige Netzanschlusskosten
Mehr Informationen finden Sie beim lokalen Netzbetreiber:
3. Betriebskosten
Die Kosten für den laufenden Betrieb Ihrer PV-Anlage ist ebenfalls abhängig von ihrer Größe und betreffen die Wartung und etwaige Reparaturen (z. B.: den Austausch des Wechselrichters) und gegebenenfalls die Versicherung – die keine Pflicht ist!
4. Umsatzsteuer
Umsätze und Gewinne durch die Einspeisevergütung, die Ihr Netzbetreiber zahlt, sind steuerfrei für PV-Anlagen bis 30 kWp. Nutzen Sie auch gerne unseren Solarrechner, um die Komplettkosten über die gesamte Laufzeit – von Anschaffungskosten, über Installation und Wartung – zu berechnen:
Unser Tipp:
Da Kosten für Reparaturen oft unvorhergesehen auftreten können und in ihrer Höhe nicht abzuschätzen sind, empfehlen wir den Abschluss einer Versicherung. Diese stellt – je nach Leistungsumfang – eine Kostenübernahme sicher und kann auch von Vorteil sein, wenn es um die Koordination der Reparaturmaßnahmen geht.
Förderungen für eine PV-Anlage
Die KfW-Bank bietet verschiedene Photovoltaik Förderungen, Kredite und Zuschüsse für die Installation von Solaranlagen. Darüber hinaus sind Anreize wie die Abschreibung von Investitionskosten und Steuererleichterungen anzumerken. Informieren Sie sich vorab, um die Kosten für Ihre PV-Anlage zu reduzieren.
Über den KfW-Programmteil „Erneuerbare Energien – Standard“ (KfW 270) können Privatleute, Firmen und öffentliche Stellen vergünstigte Kredite für die Anschaffung und Montage von Solaranlagen sowie für Projekte im Bereich Wasser-, Windkraft und Biogas erhalten. Anträge für diese Kredite werden über die Hausbanken gestellt und müssen von der KfW genehmigt werden.
Die BAFA gewährt Zuschüsse für energetische Gebäudesanierungen für die Installation einer PV-Anlage im Zuge einer Dachsanierung oder beim Einbau von Dämmmaterialien.
Im Rahmen des Programms „Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle“ fördert das BAFA qualifizierte Sanierungskosten von Wohngebäuden mit bis zu 15 Prozent, vorausgesetzt, die Gesamtinvestition übersteigt 2.000 Euro.
Förderung für die Beratung rund um PV-Anlagen
Für Beratungsleistungen zur Planung von Solaranlagen unterstützt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit der „Bundesförderung Energieberatung für Wohngebäude“ eine persönliche Beratung durch einen anerkannten Energieberater mit einer Kostendeckung von 80%. Für Ein- oder Zweifamilienhäuser beträgt die maximale Förderung 1.300 Euro, für Mehrfamilienhäuser 1.700 Euro.
Indirekte Unterstützung durch den KfW-Effizienzhaus-Standard
Über die „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) gewährt die KfW Förderkredite mit einem Rückzahlungszuschuss zwischen 5 und 45% für Gebäude, die den KfW-Effizienzhaus-Standards entsprechen. Bauen oder sanieren Sie mit einer auf erneuerbaren Energien basierenden Heizanlage und decken damit mindestens 65% Ihres Energiebedarfs, erhöht sich Ihr Zuschuss um zusätzliche 5% gegenüber ähnlichen Effizienzhäusern ohne erneuerbare Energien.
Einspeise-Förderungen für den Betrieb von Photovoltaik-Anlagen
Das Einspeisen fördert der Bund seit 2000 im Rahmen des „Gesetzes zur Förderung der erneuerbaren Energien“ (EEG) mit der sogenannten Einspeisevergütung:
Pro kWh erhalten Sie von Ihrem Netzbetreiber einen auf 20 Jahre festgelegten Pauschalbetrag.
Steuervorteile
Ab dem 1. Januar 2023 müssen Besitzende von Einfamilienhäusern mit PV-Anlagen bis zu 30 kWp und Besitzende von Mehrfamilienhäusern (bis zu 15 kWp pro Wohneinheit) keine Einkommensteuer mehr auf die Einnahmen aus der Einspeisevergütung zahlen (diese Befreiung gilt rückwirkend ab dem Steuerjahr 2022). Der Verkauf von PV-Anlagen sowie alle notwendigen Betriebskomponenten sind von der Umsatzsteuer befreit. Dadurch entfällt seit dem 01. Januar 2023 die Mehrwertsteuer auf den Kaufpreis und die Installationskosten.