Eine Frau und zwei Mädchen sitzen vor einem Fenster. Die Frau schaut lächelnd raus, die Mädchen schauen sich an.
Fernwärme erklärt

Aktuelle Gesetze & Fördermöglichkeiten

Informieren Sie sich über aktuelle gesetzliche Rahmenbedingungen und Fördermöglichkeiten rund um die Wärmeversorgung in Hamburg.

Von der globalen Energiepolitik bis nach Hamburg

Gesetzliche und politische Rahmenbedingungen auf internationaler, europäischer, nationaler und Hamburger Ebene beeinflussen die Entwicklung der Wärmeversorgung. Sie setzen unter anderem Anforderungen und Ziele für den Umbau der Energie- und Wärmeversorgung. Auf dieser Seite zeigen wir, wie wichtige Regelungen und politische Vorgaben zusammenwirken und welche Bedeutung sie für Hamburg haben.

Klimaabkommen von Paris

Das Pariser Klimaabkommen wurde 2015 auf der UN-Klimakonferenz in Paris verabschiedet. Sein Ziel ist es, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen und Anstrengungen zu unternehmen, die Erwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen.

Europäischer Green Deal

Der Europäische Green Deal wurde 2019 von der Europäischen Kommission vorgestellt. Er bildet den politischen Rahmen für den Umbau der EU hin zu einer modernen, ressourceneffizienten und wettbewerbsfähigen Wirtschaft. Ziel ist die Klimaneutralität der EU bis 2050. Dieses Ziel wurde 2021 mit dem Europäischen Klimagesetz verbindlich verankert.

Bundes-Klimaschutzgesetz

Das Bundes-Klimaschutzgesetz sieht vor, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 65 Prozent und bis 2040 um mindestens 88 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Bis 2045 soll Deutschland Netto-Treibhausgasneutralität erreichen.

Hamburgisches Klimaschutzgesetz

Das Hamburgische Klimaschutzgesetz verankert die Klimaschutzziele der Freien und Hansestadt Hamburg. Bis 2030 sollen die CO2-Emissionen gegenüber 1990 um 70 Prozent reduziert werden. Seit der Novellierung vom 8. November 2025 gilt das Ziel, bis 2040 Netto-CO2-Neutralität in Hamburg zu erreichen.

Die wichtigsten Gesetze und Regelungen auf einen Blick

Hier finden Sie eine Übersicht der aktuell gültigen Gesetze und Verordnungen, die für die Fernwärmeversorgung relevant sind. Dazu gehören unter anderem:

GModG

Das Gebäudemodernisierungsgesetz enthält zentrale Vorgaben für die energetische Qualität von Gebäuden und die Wärmeversorgung. Es regelt unter anderem Anforderungen an Heizungsanlagen und die Modernisierung des Gebäudebestands. Für die Fernwärme ist insbesondere das Zusammenspiel mit dem Wärmeplanungsgesetz relevant, das Anforderungen an die kommunale Wärmeplanung und die Entwicklung von Wärmenetzen festlegt.

Mehr zum GModG
Gesetz zur kommunalen Wärmeplanung (WPG)

Das Wärmeplanungsgesetz (WPG) ist am 1. Januar 2024 in Kraft getreten und schafft einen bundesweiten rechtlichen Rahmen für die kommunale Wärmeplanung und die Weiterentwicklung der Wärmenetze. Es verpflichtet Länder und Kommunen zur Erstellung von Wärmeplänen und sieht erstmals konkrete gesetzliche Pflichten für Wärmenetzbetreiber vor. Dazu gehören unter anderem die Beteiligung an der Wärmeplanung sowie die Erstellung von Wärmenetzausbau- und -dekarbonisierungsfahrplänen.

Mehr zum WPG
CO2KostAufG

Das Gesetz zur Aufteilung der Kohlendioxidkosten trat am 1. Januar 2023 in Kraft. Dieses regelt, wie die Kohlendioxidkosten zwischen Vermieterinnen und Vermietern und Mieterinnen und Mietern aufgeteilt werden, abhängig von deren Verantwortung und Einfluss auf den CO2-Ausstoß eines jeweiligen Wohngebäudes.

Mehr zum CO2KostAufG
Beihilferecht & 
Energiepreisbremse

Im Rahmen der Energiepreisbremse wurden ergänzende beihilferechtliche Regelungen beschlossen, um die Vorgaben des Krisenrahmens der Europäischen Kommission einzuhalten. Bitte denken Sie daran, Ihre finale Selbsterklärung für Unternehmen abzugeben.

Mehr zum Beihilferecht

Ihre Schritte zur Förderung

Angebot vom Installationsunternehmen einholen

Holen Sie sich zuerst ein Angebot für Ihre zukünftige Heizungsanlage von einem Installationsunternehmen ein. Lassen Sie sich daraufhin für die von Ihnen zu beauftragenden Maßnahmen von einem Fachunternehmen bzw. einer Beratung für Energieeffizienz eine Bestätigung zum Antrag (BzA) erstellen. Die Angaben zur Erstellung der BzA-Nr. bzw. der Bestätigung allein stellen keinen Maßnahmenbeginn dar und sind somit nicht förderschädlich für die Förderung.

Sie beantragen zusätzlich zur Bundes- die Hamburger Landesförderung

Beantragen Sie die Hamburger Heizungsförderung bei der IFB Hamburg vor Vorhabenbeginn und vor der Beantragung der BEG EM Förderung. Dazu reichen Sie unser nicht unterzeichnetes Vertragsangebot bei der IFB mit ein. Damit weisen Sie die Machbarkeit des Wärmenetzanschlusses und damit die Notwendigkeit der von Ihnen zur Förderung beantragten Umfeldmaßnahmen nach. Nachdem Sie die Bewilligung der IFB erhalten haben, unterschreiben Sie unser Vertragsangebot und fahren mit der BEG EM Förderung fort.
Weitere Informationen finden Sie unter www.ifbhh.de

Sie beantragen ausschließlich die Bundesförderung
Die Bundesförderung für Einzelmaßnahmen (BEG EM) können Sie vor Vorhabenbeginn über die KfW beantragen.
Haben Sie uns dieses bereits mitgeteilt, erhalten Sie mit diesem Empfehlungsschreiben ein Vertragsangebot, welches bereits die von der KfW geforderte aufschiebende Bedingung der Förderzusage enthält. Diesen Vertrag dürfen Sie nicht nur unterzeichnen, ohne dass es förderschädlich ist, sie müssen es nach KfW-Regeln sogar.
Stellen Sie sodann unter Nutzung der BzA im Kundenportal "Meine KfW" einen Antrag für die Heizungsförderung und laden Sie den beidseitig unterzeichneten Wärmeversorgungsvertrag hoch.
Weitere Informationen finden Sie unter www.kfw.de

Wärmeversorgungsvertrag mit der Hamburger Energiewerke GmbH unterzeichnen

Bitte senden Sie uns nun die unterzeichneten Vertragsunterlagen innerhalb der Bindefrist zurück. Der Wärmeversorgungsvertrag tritt jedoch erst nach Förderzusage der KfW in Kraft.

Förderbescheid zusenden

Bitte senden Sie uns innerhalb der Frist und unverzüglich nach Fördermittelbescheid der KfW eine Kopie des Bescheids an waerme@hamburger-energiewerke.de zu. 
Die Zusage der IFB dagegen ist für die Wirksamkeit unseres Vertragsverhältnisses nicht relevant, sodass wir mit der Herstellung des Hausanschlusses starten können.

Begrüßung

Sie erhalten von uns ein Begrüßungsschreiben sowie eine Vertragsbestätigung für Ihren Fernwärmeanschluss mit Kontaktinformationen Ihrer Kontaktpersonen.