Stadtnetz Hamburg
Unser Stadtnetz ist mehr als nur ein technisches System – es ist das Rückgrat einer sicheren, zukunftsfesten und künftig klimaneutralen Wärmeversorgung für unsere Stadt. Mit rund 900 Kilometern Fernwärmeleitungen und mehr als 13.000 Übergabestationen zählt es zu den größten Fernwärmesystemen Deutschlands und versorgt derzeit rechnerisch mehr als 538.000 Wohneinheiten. Angeschlossen sind vor allem mehrgeschossige Wohn- und Bürogebäude. Wir bauen das Stadtnetz aus und machen es schrittweise klimafreundlicher. Damit leistet es einen zentralen Beitrag zur Wärmewende und zum Erreichen der Hamburger Klimaziele.
Über das Hamburger Stadtnetz wird Wärme effizient verteilt – eine Lösung, die gerade in der dicht bebauten Innenstadt besonders platzsparend ist. Eigentümerinnen und Eigentümer profitieren von einer komfortablen Wärmeversorgung mit geringem Wartungsaufwand und erfüllen schon heute die gesetzlichen Vorgaben an eine nachhaltige Wärmeversorgung. Auch im Vergleich mit anderen umweltfreundlichen Heiztechnologien für mehrgeschossige Gebäude bleibt die Fernwärme des Stadtnetzes im Vollkostenvergleich attraktiv und wettbewerbsfähig.
Zahlen, Daten, Fakten zum Hamburger Stadtnetz
Lokal & klimafreundlich – Ihr Stadtnetz in Hamburg
Wärme ist ein lokales Gut. Anders als Strom kann Wärme nicht ohne Weiteres über große Entfernungen transportiert werden. Deshalb kommt unserem Stadtnetz eine strategisch wichtige Rolle für Hamburg zu. Künftig werden die neuen modularen Erzeugungsstandorte Energiepark Hafen und den Energiepark Tiefstack viele tausende Haushalte und Unternehmen verlässlich mit klimafreundlicher Wärme versorgen.
Unsere Transformation des Stadtnetzes folgt denselben Prinzipien wie die Stromwende: Dekarbonisierung, Netzausbau, Speicherstrategien und Sektorenkopplung. Wir integrieren ein breites Portfolio an Technologien, von industrieller Abwärme über Großwärmepumpen bis hin zu Wärmespeichern. Wir setzen Power-to-Heat-Anlagen ein, die elektrische Energie aus Wind und Sonne in Wärme umwandeln. So entsteht ein robustes, flexibles System, das auf unterschiedliche lokale Erzeuger und Wärmebedarfe reagieren kann. Genau dieses Systemverständnis und die Vielfalt der eingesetzten Technologien sind unser Schlüssel, um die Fernwärme in Hamburg bis 2040 klimaneutral zu machen
Rechtlich und energetisch auf der sicheren Seite
Gebäudeeigentümerin oder -eigentümer können mit einem Anschluss an unser Stadtnetz sehr einfach die gesetzlichen Vorgaben bezüglich des vorgeschriebenen Anteils erneuerbarer Energien erfüllen – ohne zusätzliche Investitionen in eigene Heizanlagen. Wartung und Betrieb übernehmen wir als Hamburger Energiewerke. Das schafft langfristige Sicherheit.
Klimaneutralität und Versorgungssicherheit stehen auch bei uns an erster Stelle. Fernwärme aus lokalen Abwärmequellen hilft dabei, Abhängigkeiten von Lieferländern und schwankenden Energiemärkten in einer unsicheren geopolitischen Weltlage zu verringern.
Mehr zu den Gesetzen und Fördermöglichkeiten der Fernwärme
Ausbau und Modernisierung für die Zukunft
FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Stadtnetz in Hamburg
Das Stadtnetz ist ein großflächiges, zusammenhängendes Fernwärmenetz, das viele tausende Gebäude in Hamburg versorgt. Dezentrale Netze decken dagegen meist kleinere Quartiere oder einzelne Stadtteile ab.
Fernwärme eignet sich besonders gut für mehrgeschossige Gebäude, weil sie technische, wirtschaftliche und regulatorische Vorteile bietet. In dicht bebauten Innenstädten spart ein Fernwärmeanschluss Platz, da keine eigenen Kesselanlagen erforderlich sind. Außerdem ist der Wartungsaufwand gering und der Anschluss erfüllt automatisch den gesetzlich vorgeschriebenen Anteil erneuerbarer Energien (bspw. im Wärmeplanungsgesetz (WPG) oder Gebäudeenergiegesetz (GEG)).
Unser Stadtnetz leitet klimafreundliche Fernwärme direkt zu unseren Kundinnen und Kunden - und ersetzt dadurch fossile Heizsysteme. Schritt für Schritt stellen wir unsere Fernwärme auf klimafreundliche und lokale Wärmequellen um. So wird der CO2-Ausstoß erheblich reduziert und Hamburg erreicht seine Klimaziele schneller.
Ja. Auch im Vollkostenvergleich bleibt die Fernwärme aus dem Stadtnetz für mehrgeschossige Gebäude konkurrenzfähig zu anderen nachhaltigen Heizsystemen wie Luft-Wasser-Wärmepumpen.
Das Ziel ist die vollständige Klimaneutralität bis 2040. Bereits bis 2030 werden die beiden großen Kohlekraftwerke durch klimafreundliche Erzeugerparks ersetzt, sodass der CO2-Ausstoß deutlich sinkt.