Ausbau Fernwärme

Stadtnetz Hamburg

Rückgrat einer klimafreundlichen Wärmeversorgung

Unser Stadtnetz ist mehr als nur ein technisches System – es ist das Rückgrat einer sicheren, zukunftsfesten und künftig klimaneutralen Wärmeversorgung für unsere Stadt. Mit rund 900 Kilometern Fernwärmeleitungen und mehr als 13.000 Übergabestationen zählt es zu den größten Fernwärmesystemen Deutschlands und versorgt derzeit rechnerisch mehr als 538.000 Wohneinheiten. Angeschlossen sind vor allem mehrgeschossige Wohn- und Bürogebäude. Wir bauen das Stadtnetz aus und machen es schrittweise klimafreundlicher. Damit leistet es einen zentralen Beitrag zur Wärmewende und zum Erreichen der Hamburger Klimaziele.

Über das Hamburger Stadtnetz wird Wärme effizient verteilt – eine Lösung, die gerade in der dicht bebauten Innenstadt besonders platzsparend ist. Eigentümerinnen und Eigentümer profitieren von einer komfortablen Wärmeversorgung mit geringem Wartungsaufwand und erfüllen schon heute die gesetzlichen Vorgaben an eine nachhaltige Wärmeversorgung. Auch im Vergleich mit anderen umweltfreundlichen Heiztechnologien für mehrgeschossige Gebäude bleibt die Fernwärme des Stadtnetzes im Vollkostenvergleich attraktiv und wettbewerbsfähig.

Zahlen, Daten, Fakten zum Hamburger Stadtnetz
 

Länge des Stadtnetzes

ca. 900 km

Anzahl Übergabestationen

über 13.000

Versorgte Wohneinheiten

mehr als 538.000 (überwiegend mehrgeschossige Wohn- und Bürogebäude)

Anteil klimaneutraler Wärme im Jahr 2028

rund 50 Prozent

Reduzierung spezifischer CO2-Emissionen bis 2030

ca. 70 Prozent im Vergleich zu 2020

Kohleausstieg

bis spätestens 2030

Lokal & klimafreundlich – Ihr Stadtnetz in Hamburg

Wärme ist ein lokales Gut. Anders als Strom kann Wärme nicht ohne Weiteres über große Entfernungen transportiert werden. Deshalb kommt unserem Stadtnetz eine strategisch wichtige Rolle für Hamburg zu. Künftig werden die neuen modularen Erzeugungsstandorte Energiepark Hafen und den Energiepark Tiefstack viele tausende Haushalte und Unternehmen verlässlich mit klimafreundlicher Wärme versorgen.

Unsere Transformation des Stadtnetzes folgt denselben Prinzipien wie die Stromwende: Dekarbonisierung, Netzausbau, Speicherstrategien und Sektorenkopplung. Wir integrieren ein breites Portfolio an Technologien, von industrieller Abwärme über Großwärmepumpen bis hin zu Wärmespeichern. Wir setzen Power-to-Heat-Anlagen ein, die elektrische Energie aus Wind und Sonne in Wärme umwandeln. So entsteht ein robustes, flexibles System, das auf unterschiedliche lokale Erzeuger und Wärmebedarfe reagieren kann. Genau dieses Systemverständnis und die Vielfalt der eingesetzten Technologien sind unser Schlüssel, um die Fernwärme in Hamburg bis 2040 klimaneutral zu machen

Rechtlich und energetisch auf der sicheren Seite

Gebäudeeigentümerin oder -eigentümer können mit einem Anschluss an unser Stadtnetz sehr einfach die gesetzlichen Vorgaben bezüglich des vorgeschriebenen Anteils erneuerbarer Energien erfüllen – ohne zusätzliche Investitionen in eigene Heizanlagen. Wartung und Betrieb übernehmen wir als Hamburger Energiewerke. Das schafft langfristige Sicherheit.  

Klimaneutralität und Versorgungssicherheit stehen auch bei uns an erster Stelle. Fernwärme aus lokalen Abwärmequellen hilft dabei, Abhängigkeiten von Lieferländern und schwankenden Energiemärkten in einer unsicheren geopolitischen Weltlage zu verringern.

Mehr zu den Gesetzen und Fördermöglichkeiten der Fernwärme

Ausbau und Modernisierung für die Zukunft
 

  • Fernwärmeversorgung über die Spange Grindel-Eppendorf

Wir erweitern und modernisieren unser über 130 Jahre gewachsenes Stadtnetz, um die Wärme aus klimafreundlichen Quellen besser einspeisen und verteilen zu können. Wichtige Leitungsbauprojekte sind etwa die Südleitung, die den Energiepark Hafen mit dem bestehenden Stadtnetz verbindet. Die Spange Haferweg–Grindel und die Spange Grindel–Eppendorf verteilen die Wärme in Eimsbüttel, Eppendorf und weiter  in Richtung Norden.

Parallel dazu werden neue Wachstumszonen erschlossen, etwa in Billstedt, Eimsbüttel oder auf dem Weg zum Flughafen, um noch mehr Hamburgerinnen und Hamburger mit klimafreundlicher Wärme zu erreichen. Technisch wird das Netz laufend optimiert, damit neue Wärmequellen bestmöglich integriert werden und die Wärme auch bei steigendem Anschlussbedarf zuverlässig und mit ausreichender Temperatur ankommt.

Der Umbau und Ausbau des Stadtnetzes ist ein Gemeinschaftsprojekt für Hamburg – für eine zuverlässige, bezahlbare und bis 2040 klimaneutrale Wärmeversorgung.

Informieren Sie sich zum Ausbau der Fernwärme in Hamburg.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Stadtnetz in Hamburg