E-Mobilität

Vor- und Nachteile beim Umstieg auf ein E-Auto

Erfahren Sie hier, was zu berücksichtigen ist, wenn Sie auf ein E-Auto umsteigen möchten.

Auf E-Mission ohne Emission

Der Umstieg von einem Verbrenner auf ein Elektroauto kann eine spannende und umweltfreundliche Entscheidung sein. Es gibt jedoch einige wichtige Punkte, die Sie beachten sollten, um den Übergang so reibungslos wie möglich zu gestalten.

Der Wechsel von einem Verbrenner zu einem E-Auto erfordert einige Überlegungen und Anpassungen. Indem Sie sich über Reichweite, Ladeinfrastruktur, Kosten, Fahrverhalten und Umweltaspekte informieren, können Sie jedoch sicherstellen, dass der Umstieg für Sie eine positive Erfahrung wird.

Die Vorteile

Die folgenden Vorteile verdeutlichen, welche positiven Aspekte der Umstieg auf ein E-Auto haben kann – für die Umwelt und für Ihren Geldbeutel.

Als Ihr städtischer Energieversorger machen wir den Umstieg auf ein E-Auto für Sie besonders attraktiv, mit unseren Ladestromtarifen und dem konsequenten Ausbau der Ladeinfrastruktur in unserer Stadt mit unserer Tochter HEnW Mobil.

E-Auto laden an Ladesäule der Hamburger Energiewerke

Weniger schädliche Emissionen

Verbrenner erzeugen umweltschädliche und gesundheitsgefährdende Abgase. Teilweise bestehen jetzt schon Fahrverbote für ältere Diesel und Benziner gemäß der innerstädtischen Schadstoffgrenzwerte der EU.

In Deutschland kommen 25 % der Treibhausgasemissionen aus dem Verkehrssektor, diese können durch E-Autos deutlich reduziert werden, denn die Motoren von E-Autos funktionieren ohne die Erzeugung von Abgasen. Laden Sie ihr Auto zusätzlich mit Ökostrom aus erneuerbaren Energien, sind Sie klimaneutral ohne CO2- Ausstoß unterwegs.

Ein Umstieg auf ein E-Auto ist also nicht nur gut für unsere Gesundheit, sondern auch fürs Klima. Einen Vergleich des CO2- Ausstoßes zwischen E-Autos und Verbrenner Modellen finden Sie hier.

Niedrigere Kosten für Wartung und Betrieb

Bei E-Autos entfällt die Kraftfahrzeugsteuer für zehn Jahre komplett (bei Erstzulassung zwischen dem 18. Mai 2011 und dem 31. Dezember 2025). Das gilt vorerst längstens bis Ende 2030. Nach Ablauf des steuerfreien Zeitraums unterliegen E-Fahrzeuge einer gewichtsabhängigen Besteuerung, die ca. 50% der Abgaben für Verbrenner entspricht.

Darüber hinaus sind die Wartungskosten etwa 30 % geringer. Motoren von E- Autos sind ggü. Verbrennern viel einfacher konzipiert: Ein E-Auto hat beispielsweise keinen Zahnriemen, Auspuff, Zündkerzen, Öl/ Filter oder auch Kupplung. Die Kosten für den Austausch dieser Teile fällt also weg. Außerdem werden in E-Autos auch langlebige Antriebskomponenten verbaut und es fallen weniger Verschleißteile wie beispielsweise bei den Bremsen an.

Zuschüsse der Hersteller

Der Kauf und das Leasing eines E-Autos wird vom vom Staat wieder gefördert. Die Bundesregierung nimmt im Frühjahr 2026 die E-Auto-Förderung auf. Rückwirkend ab Januar 2026 haben Sie die Möglichkeit, von Steuervorteilen und neuen Zuschüssen zu profitieren. 

Einen detaillierten Überblick über die staatliche E-Auto-Förderung, Voraussetzungen und Fördersummen finden Sie hier.

Fahrspaß und Komfort

Elektromotoren sind naturgemäß deutlich leistungsstärker und effizienter als Verbrennungsmotoren. Während beim Verbrennungsmotor maximale Wirkungsgrade von 40–50 % erreicht werden können, arbeitet der Elektromotor bei Wirkungsgraden bis zu 99 %.

Anders als bei Verbrennungsmotoren steht beim Elektromotor sofort das volle Drehmoment zur Verfügung. So sorgt der elektrische Antriebsstrang von E-Fahrzeugen für deutlich bessere Beschleunigung als bei einem Verbrenner.

E-Autos haben kein Schaltgetriebe. Gerade im Stadtverkehr mit häufigen Schaltvorgängen bedeutet dies ein zusätzlicher Komfort. Auch die Klimaanlage und Heizung funktioniert schon vor dem Losfahren. Im Winter kann das Auto also vorgewärmt werden und es ist kein Eiskratzen mehr notwendig. Im Sommer kann das Auto vor dem Start gekühlt werden. Es kann immer dann geladen werden, wenn das Auto nicht benötigt wird: ob beim Einkaufen, Shoppen oder in der Nacht, wenn Sie schlafen (via Wallbox).

Weniger Lärm

Verbrennungsmotoren sind deutlich lauter als E-Motoren und können somit zur Lärmbelästigung werden.

Bei einem E-Auto hört man nur die Abrollgeräusche der Reifen. Bei langsamen Geschwindigkeiten wird eine Soundmaschine zur Sicherheit der Passanten eingesetzt.

Kostenlos parken

Mit einem E-Kennzeichen können Sie in Hamburg an allen Parkscheinautomaten bis zur jeweiligen Höchstparkzeit kostenlos parken. Als Parknachweis muss eine gut sichtbare Parkscheibe genutzt werden.

Halter von E-Autos können ein E-Kennzeichen beantragen. Dies umfasst elektrisch und wasserstoffbetriebene Fahrzeuge sowie Hybridfahrzeuge, wenn diese mindestens 40 km rein durch elektrischen Antrieb zurücklegen können oder höchstens 50 Gramm CO auf einen Kilometer ausstoßen.

Auch für die ersten 24 Stunden gilt die Gebührenbefreiung für die P&R Flächen in Hamburg. Für private Parkflächen (z. B. in Einkaufszentren) gelten diese Regelungen allerdings nicht. Unser Tipp: Holen Sie sich auch für Ihr E-Auto eine grüne Plakette. Auch in Umweltzonen wird diese für Ihr E-Auto benötigt und es fallen keine unnötigen Bußgelder an

Laden beim Bremsen

Bei E-Autos wird die Energie, die beim Abbremsen, Anhalten und Bergabfahren normalerweise verloren gehen würde der Batterie zurückgeführt.

Durch die sogenannte Rekuperation kann die Energieeffizienz bei einem E-Auto deutlich gesteigert werden. So wird die Reichweite erhöht und der Bremsverschleiß verringert.

Steigende Reichweiten

Als die ersten E-Autos eingeführt wurden, wurde ein neuer Begriff geprägt: Reichweitenangst. Mit modernen E-Autos und großen Akkus sind jedoch mittlerweile auch lange Strecken längst kein Problem mehr.

2022 lag die durchschnittliche Reichweite von E-Autos in Deutschland bei 504 km. Im Bereich der Autobatterie wird gerade viel geforscht, um Ladezeiten weiter zu minimieren und Reichweiten zu erhöhen. Die tatsächliche Reichweite ist auch abhängig von Fahrstil, Witterung und der Nutzung der Stromverbraucher wie Heizung und Klimaanlage während der Fahrt. Eine Übersicht der E-Autos im Test hinsichtlich der Reichweite finden Sie hier.

Aber sind wir mal ehrlich, wann fahren wir eigentlich eine so lange Strecke? Die durchschnittliche Fahrleistung eines PKW pro Tag liegt in Deutschland bei 36,9 km. Hier reicht es vollkommen aus, wenn Sie Ihr Auto einmal in der Woche laden.

Batterie-Recycling

Die Batterie eines E-Autos überlebt 500-1.000 Ladezyklen. Dies entspricht einer Dauer von ca. 8-10 Jahren. Nach dieser Zeit hat der Akku meist noch einen Energiegehalt von 70- 80 % der ursprünglichen Kapazität.

Die Technik entwickelt sich jedoch kontinuierlich weiter. Mittlerweile gibt es auch Lithium- Ionen Akkus die bis zu 3.000 Ladezyklen aushalten. Im sogenannten „Second Life“ kann die Batterie anschließend weiterverwendet werden. Bei einer Nutzung im ruhigen stationären Betrieb mit weniger Beschleunigungs- und Rekuperationsphasen (z. B. Stromspeicher für private Haushalte) kann die Batterie noch weitere 10-12 Jahre genutzt werden. Nach 20 Jahren werden die Batterien anschließend recycelt und die verwendeten Rohstoffe werden wiederverwertet.

Die Nachteile

Viele Menschen scheuen den Umstieg auf ein E-Auto aufgrund von vermeintlichen Nachteilen: doch sind Elektroautos wirklich teurer in der Anschaffung und ist der Elektroantrieb und nur ein grünes Feigenblatt ohne echten Umweltnutzen?

Klar ist: wer den Umstieg plant, sollte sich vorher auch über die möglichen negativen Aspekte Gedanken machen, um dann eine informierte Entscheidung für die persönliche Situation treffen zu können.

Junges Mädchen tankt E-Auto an Ladesäule auf.

Hohe Kaufpreise

Die Kaufpreise von E-Autos liegen aktuell nach wie vor über vergleichbaren Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren.

Allerdings wird die Anschaffung durch Herstellerzuschüsse gefördert. Außerdem fällt zunächst keine KFZ-Steuer an. Wenn diese Faktoren in der Gesamtbilanz berücksichtigt werden, dann schrumpft der Preisabstand zu konventionellen Antriebsmodellen sehr schnell zusammen.

Ladestrom ist nicht immer emissionsfrei

E-Autos sind bekanntlich emissionsfrei. Dies ändert sich jedoch, wenn Sie Ihr E-Auto mit Strom laden, der aus fossilen Energieträgern stammt.

Unser Tipp: Überprüfen Sie, wo der Strom herkommt. Nicht alle öffentlichen Ladepunkte werden mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt. An den Ladesäulen der Hamburger Energiewerke können Sie mit gutem Gewissen laden: Sie werden ausschließlich mit 100 % Ökostrom versorgt.

Teure Batterien

Die Batterie ist das teuerste Bauteil eines E-Autos. Analog zum Motorschaden beim Benziner oder Diesel, kann es bei einem Batterieschaden nach der Garantiefrist teuer werden.

Bisher werden kaum zeitwertgerechte Reparaturen angeboten, sodass der Akku meistens ausgetauscht werden muss. Doch die Batterie hat eine lange Nutzungsdauer (vgl. Batterie- Recycling).

Tarifdschungel

In Städten haben viele Menschen keine Möglichkeit eine eigene Wallbox zu installieren und sind auf öffentliche Ladeinfrastruktur angewiesen.

Je Anbieter variieren die Preise und es gibt unterschiedliche Formen der Abrechnung wie pro Kilowattstunde, nach Ladezeit, pro Aufladung oder auch als Flatrate. In der Regel wird für jeden Anbieter eine Ladekarte oder App benötigt.

Unser Tipp:  Holen Sie sich den Ladetarif der Hamburger Energiewerke- passend zu Ihrem persönlichen Ladeverhalten. In Hamburg stehen Ihnen über 1.800 Ladepunkte zur Verfügung.