E-Mobilität

Was kostet mich ein E-Auto?

Erfahren Sie hier, welche Kostenaspekte bei der Anschaffung und dem Betrieb eines E-Autos zu beachten sind.

Welche Kostenaspekte gibt es beim E-Auto zu berücksichtigen?

Bei der Entscheidung für ein E-Auto sind die Kosten immer ein wichtiges Kriterium. Häufig steht ein höherer Anschaffungspreis den möglichen Einsparungen durch günstigere Betriebskosten gegenüber. Aber wie hoch fallen diese wirklich aus? An dieser Stelle schauen wir uns die folgenden Fragen deshalb einmal genauer an:
 

  • Welche Förderungen und Subventionen gibt es?
  • Welche Kosten fallen für eine Wallbox an?
  • Kann meine Wallbox gefördert werden?
  • Wie hoch sind die laufenden Kosten für ein E-Auto (gegenüber einem Verbrenner)?

Die meisten E-Autos abseits des Luxussegments haben einen Kaufpreis im Bereich von 30.000 bis 40.000 Euro. Sie sind damit etwas teurer als vergleichbare Modelle mit Verbrennungsmotor. Dies liegt derzeit vor allem an den hohen Kosten der Batterie, die aktuell ca. ein Drittel des Kaufpreises ausmacht. Doch auch die Batterieproduktion und die dafür eingesetzten Technologien entwickeln sich kontinuierlich weiter, sodass in den kommenden Jahren mit sinkenden Preisen für die Herstellung zu rechnen ist. 

Welche Förderungen & Subventionen gibt es?

Die Bundesregierung nimmt im Frühjahr 2026 die E-Auto Förderung wieder auf. Rückwirkend ab Januar 2026 können haben Sie die Möglichkeit von Steuervorteilen und neuen Zuschüssen zu profitieren. Förderberechtigung und die Höhe der Zuschüsse sind von folgenden Faktoren abhängig:

  • Fahrzeugtyp
  • Familienstand
  • Haushaltseinkommen

Für die Förderung werden ausschließlich in Deutschland zugelassene Neufahrzeuge berücksichtigt. Förderfähig sind rein batterieelektrische Fahrzeuge, E-Autos mit Range-Extender sowie Plug-in-Hybride. Die Förderung gilt nur für den Kauf oder das Leasing dieser Neufahrzeuge. Gebrauchte E-Autos sind von der Förderung ausgeschlossen

Mit den Zuschüssen unterstützt die Bundesregierung insbesondere Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen. Daher ist eine Förderung auf Haushalte mit einem Jahreseinkommen von 80.000 € begrenzt. Für Familien mit mindestens 2 Kindern liegt diese Grenze bei 90.000 €. Die Höhe der Zuschüsse variiert zwischen 1500 € und 6000 €.

Förderung für reine E-Autos

Zu versteuerndes Jahreseinkommen des HaushaltsHaushalt ohne minderjährige KinderHaushalt mit einem minderjährigen KindHaushalt mit zwei oder mehr minderjährigen Kindern
bis 45.000 Euro5000 Euro5500 Euro6000 Euro
45.001 bis 60.000 Euro4000 Euro4500 Euro5000 Euro
60.001 bis 80.000 Euro3000 Euro3500 Euro4000 Euro
80.001 bis 85.000 Eurokeine Förderung3500 Euro4000 Euro
85.001 bis 90.000 Eurokeine Förderungkeine Förderung4000 Euro
Quelle: Bundesumweltministerium

Förderung für Range-Extender & Plug-in-Hybride

Zu versteuerndes Jahreseinkommen des HaushaltsHaushalt ohne minderjährige KinderHaushalt mit einem minderjährigen KindHaushalt mit zwei oder mehr minderjährigen Kindern
bis 45.000 Euro3500 Euro4000 Euro4500 Euro
45.001 bis 60.000 Euro2500 Euro3000 Euro3500 Euro
60.001 bis 80.000 Euro1500 Euro2000 Euro2500 Euro
80.001 bis 85.000 Eurokeine Förderung2000 Euro2500 Euro
85.001 bis 90.000 Eurokeine Förderungkeine Förderung2500 Euro

Für den Antrag wird der Kauf- oder Leasingvertrag, die Zulassungsbescheinigung Teil I sowie die letzten beiden Steuerbeschiede benötigt. Die Antragstellung ist voraussichtlich ab Mai 2026 online möglich.

Welche Kosten fallen für eine Wallbox an?

Für eine funktionsfähige Wallbox in Ihrem Eigenheim müssen die Anschaffungskosten für das Gerät, die Installation durch einen Elektrofachbetrieb sowie mögliche Kosten für die Genehmigung berücksichtigt werden.

LeistungKosten
11 kWh
  • Anschaffung: 700€- 2000€
  • Installation: 500€-2.500€
22 kWh
  • Anschaffung: 1.500€- 5.000€
  • Genehmigung: ca. 500€
  • Installation: 500€-2.500€

 

Wallboxen & Ladeoptionen

Sie wollen mehr über die Lademöglichkeiten erfahren? 

Kann meine Wallbox gefördert werden?

Noch 2023 stellte der Bund Fördermittel für Wallboxen in Höhe von 300 Millionen Euro zur Verfügung. Das Programm war stark nachgefragt: Bereits nach wenigen Stunden war der Fördertopf komplett ausgeschöpft.

Eigentlich sollte das Förderprogramm mit einem Volumen von rund 200 Millionen Euro ab März 2024 neu aufgelegt werden. Statt dieser Neuauflage wurden verfügbare Mittel aber verstärkt für den Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur und übergeordnete Netzinfrastruktur verwendet.

Aktuell gibt es keine Fördermittel für die Installation einer Wallbox.

Foto von einer in der Tiefgarage der Stellinger Terrassen installierten Wallbox, links Anschnitt zu sehen ist ein dunkel lackiertes Elektroauto zu sehen, dessen Ladeklappe geöffnet ist. Ein Ladekabel verbindet das Auto mit der Wallbox.

Wie hoch sind die laufenden Kosten?

Der Verbrauch eines E-Autos bemisst sich danach, wie viele Kilowattstunden Strom (kWh) pro 100 gefahrene Kilometer benötigt werden. Der Stromverbrauch unterscheidet sich je nach Modell und ist abhängig von der Leistung der verbauten Elektromotoren, aber auch vom Gesamtgewicht und der Witterung. Auf Basis der Ergebnisse des ADAC-Ecotests (realitätsnahe & standardisierte Bedingungen) liegt der durchschnittliche Verbrauch für Elektroautos bei 21 kWh pro 100 Kilometer.

Der reale Verbrauch hängt aber auch von den folgenden Faktoren ab:

  • Fahrstil: Ständiges, starkes Beschleunigen und hohe Geschwindigkeiten erhöhen analog zum Fahrverhalten mit Verbrennungsmotoren den Verbrauch.
  • Gesamtgewicht E-Auto: Je schwerer das Auto, desto höher ist der Verbrauch. Größere Autos, größere Batterien, Insassen und auch das Gepäck erhöhen folglich das Gewicht.
  • Elektrische Geräte: Elektrische Geräte wie Radio, Heizung, Klimaanlage und Sitzheizung haben auch einen Einfluss auf den Verbrauch. Je mehr sie genutzt werden, desto höher ist der Verbrauch.
  • Klima: Die optimale Temperatur einer E-Auto Batterie liegt zwischen 20 und 40°. Je kälter die Temperatur ist, desto mehr Strom wird beim Fahren benötigt. Der zusätzliche Verbrauch kann bis zu 30 % betragen.

Antriebskosten

Pro Jahr legen deutsche Autofahrerinnen und Autofahrer durchschnittlich 12.670 km mit ihrem PKW zurück. Auf Basis dieser durchschnittlichen jährlichen Fahrleistung und dem durchschnittlichen Verbrauch ergibt sich folgende Preisindikation:

 BenzinDieselE-Auto
Durchschnittlicher Verbrauch7,7l/100 km7,0l/100 km21 kWh/100 km
Kosten p.a.1,81€/l1,68€/l

0,55€/kWh (AC laden)
0,66€/kWh (DC laden)

Kosten/100 km13,94€11,73€11,55€
Kosten p.a.1.766,2€1.486,19€1.463,39€

 

Fazit: Die Betrachtung der Antriebskosten spricht für ein E-Auto. Dabei wurde für die Kalkulation ein durchschnittlicher Preis für Ladestrom an öffentlichen Ladepunkten herangezogen. Gibt es auch noch die Möglichkeit zu Hause via Wallbox zu laden, können die Kosten für das E-Auto durch günstigeren grünen Haushaltsstrom und die Nutzung von ggfs. selbst erzeugtem Solarstrom noch einmal deutlich reduziert werden.

Unser Tipp: Kostenfreies Parken für E-Autos

Nutzen Sie auch das Park+Ride Angebot in Hamburg. Sie dürfen Ihr E-Auto hier für 24 Stunden entgeltfrei parken, sofern Ihr Fahrzeug eindeutig als Elektro-Fahrzeug (E-Kennzeichen) gekennzeichnet ist.

Übersicht zum P+R-Angebot in Hamburg

Ökobilanz

Ist ein E-Auto eigentlich nachhaltig? Wir betrachten hierzu die Ökobilanz über den ganzen Lebenszyklus. Hier erfahren Sie mehr:

Versicherung

Bei der Versicherung gibt es im Vergleich zu Verbrennen keine pauschalen Unterschiede bei den Kosten. Hier werden Faktoren wie Typklasse, Schadensfreiheitsklasse, Regionalklasse, Schaden- und Kostenentwicklung bei der Bestimmung der Versicherungssumme berücksichtigt.

Unser Tipp: Versicherungsschutz prüfen

Achten Sie bei der Versicherung darauf, dass Kurzschlüsse und Marderschäden mit abgedeckt sind. Gerade bei einem E-Auto können Schäden in der Elektronik gravierender ausfallen.

Vor- & Nachteile E-Auto

Einen kompakten Überblick über die Vor- und Nachteile von E-Mobilität haben wir Ihnen hier zusammengestellt: