Wie sieht die Ökobilanz eines E-Autos aus?
Umweltaspekte im Überblick
Bei der Herstellung eines E-Autos wird viel Energie benötigt – insbesondere für die Batterie. Leider kommt diese Energie nicht immer aus erneuerbaren Quellen.
Viele Hersteller setzen jedoch jetzt schon grünen Strom für ihre Produktion ein und versuchen CO2-Emissionen bei der Fahrzeugproduktion zu vermeiden. Doch wie sieht denn jetzt die Ökobilanz eines E-Autos gegenüber anderen Antriebsarten aus?
Elektroauto vs. Benziner & Diesel
Bei der Betrachtung der Ökobilanz sollte möglichst der gesamte Lebenszyklus betrachtet werden. Das beginnt mit der Herstellung aller Bauteile und reicht über den Betrieb des Fahrzeugs bis hin zur Entsorgung am Ende der Lebensdauer. Um am Ende eine Bilanz zwischen den verschiedenen Antriebsformen zu ziehen, werden die CO2-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus jeweils miteinander verglichen.
Fazit
Ein heutiges E-Auto der Kompaktklasse stößt über den gesamten Lebenszyklus ca. 30 % weniger Emissionen pro Kilometer aus als ein heutiger Benziner. Bis 2030 werden es ca. 42 % weniger Emissionen sein. Auch im Vergleich mit dem Dieselmotor schneidet das E-Auto besser ab.
Zugrundeliegende Annahmen
- Betrachtung des gesamten Lebenszyklus einschließlich Fahrzeug- und Batterieherstellung; Betrieb mit Strom bzw. konventionellen Kraftstoffen; Treibhausemissionen; Wartung; Entsorgung & Recycling aller Fahrzeugkomponenten inkl. Batterie
- Produktion der Fahrzeuge in Europa, Batterieherstellung außerhalb Europas mit Berücksichtigung der entsprechenden Energiemixe; für 2030 geht das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) von einer Akkuproduktion in Europa aus
- Keine Berücksichtigung einer Second-Life-Verwertung des Akkus
- Annahme einer durchschnittlichen Lebensfahrleistung von 150.000 Kilometern
- Energieverbrauchsdaten von ähnlichen Beispielfahrzeugen aus dem Alltag (ADAC Ecotest) PKW-Kompaktklasse
- Zunehmende Emissionsminderungen bei Energieerzeugung, Benzin und Diesel aufgrund von erneuerbaren Energien und Biokraftstoffen
- Batteriekapazität E- Auto: 48 kWh
Insbesondere unter der Berücksichtigung, dass aktuell viele verschiedene Pilotprojekte und Forschungsvorhaben die umweltfreundliche Optimierung der Batterieproduktion sowie eine Zweitverwertung der Akkus (zum Beispiel in Form von stationären Batteriespeichern) anstreben, kann in Zukunft ggfs. sogar ein noch größerer Vorteil bei der Ökobilanz angenommen werden.
Zum Bericht des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg