Grundsteinlegung für Wasserstoff-Elektrolyseur

Magazin, 01.12.2025
Grundsteinlegung des 100-MW-Elektrolyseurs auf dem Gelände des ehemaligen Kohlekraftwerks Moorburg: (v.l.n.r.) HGHH-Geschäftsführer Christoph Cosler, Sprecherin der Geschäftsführung HEnW Kirsten Fust, Umweltsenatorin Katharina Fegebank, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg Dr. Peter Tschentscher, HGHH-Geschäftsführer Holger Matthiesen, Wirtschaftssenatorin Dr. Melanie Leonhard und Managing Partner Luxcara Dr. Alexandra Bernstorff.

Am Standort des ehemaligen Kraftwerks Moorburg wurde der Grundstein für den Bau des 100-MW-Wasserstoff-Elektrolyseurs gelegt. Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher setzte heute zusammen mit Umweltsenatorin Katharina Fegebank, Wirtschaftssenatorin Dr. Melanie Leonhard sowie Vertreterinnen der beiden Projektpartner Luxcara und Hamburger Energiewerke eine Zeitkapsel in den Grundstein ein.

Rendering des Gebäudes für den 100 Megawatt Wasserstoff-Elektrolyseur am Standort Moorburg in Hamburg.

Das HGHH-Projekt

Am Standort in Moorburg baut ein Konsortium aus den beiden Partnern Luxcara (74,9 Prozent) und den Hamburger Energiewerken (25,1 Prozent) eine 100-MW-Elektrolyseanlage für grünen Wasserstoff, den Hamburg Green Hydrogen Hub (HGHH). Die kommerziellen Inbetriebnahme ist für 2027 geplant. Jährlich sollen dann rund 10.000 Tonnen grünen Wasserstoff produziert werden. Der Elektrolyseur wird als IPCEI-Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie der Freien und Hansestadt Hamburg gefördert. Das Projekt leistet einen großen Beitrag zur Dekarbonisierung des Hafens, der Industrie und des Verkehrs hier in Hamburg.

Wasserstoff aus Moorburg

Das Projekt war bereits im Oktober 2023 mit den Rückbauarbeiten des ehemaligen Kraftwerks Moorburg gestartet, um Platz für den 100-MW-Elektrolyseur und die Anbindung an das Wasserstoffnetz zu schaffen. Im Sommer 2024 hatte das Projekt den Förderbescheid von Bund und Land erhalten, womit entsprechende Verträge geschlossen und der Elektrolyseur bestellt werden konnten. Im Sommer dieses Jahres hatte das HGHH-Projekt planmäßig ein Teil-Baufeld übernommen und mit ersten vorbereitenden Baumaßnahmen begonnen. Diese sind mittlerweile abgeschlossen und die Hochbauarbeiten sind gestartet.

Infografik zur Funktionsweise des 100-MW-Wasserstoff-Elektrolyseurs am Standort Moorburg mit vier Schritten: Schritt 1 ist die grüne Stromerzeugung aus Wind und Sonne, Schritt 2 die Elektrolyse von Wasserstoff aus Wasser mithilfe des grünen Stroms, Schritt 3 die Verteilung und Versorgung des grünen Wasserstoffs, vor allem an die Hamburger Industrie, Schritt 4 ist die letzte Ausbaustufe, die Lieferung von Wasserstoff an das deutsche Kernnetz und das europäische Wasserstoff-Backbone.

Elektrolyse in Hamburg

Bis Mitte kommenden Jahres soll das Gebäude für den Elektrolyseur und die Kompressoren errichtet sein. Im Anschluss werden die Stacks, die Herzstücke des Elektrolyseurs, geliefert. Der Elektrolyseur beruht auf der sogenannten Proton Exchange Membrane (PEM)-Technologie. Dabei erfolgt die Spaltung von Wasser mithilfe von Strom in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff entlang einer Membran in einer geschlossenen Zelle. Diese Technologie ist durch die flexible Fahrweise besonders gut für den Betrieb mit erneuerbaren Energien geeignet.

Der grüne Wasserstoff soll später über das Wasserstoff-Verteilnetz HH-WIN und die ebenfalls geplante Trailer-Verladestation zur Verfügung gestellt werden.