Wasserstoff als Energieträger
Grüner Wasserstoff ist mehr als nur ein Energieträger – er ist eine der Schlüsseltechnologien für die Energiewende. Das Besondere: Grüner Wasserstoff lässt sich speichern, transportieren und über Sektoren hinweg einsetzen – zum Beispiel in der Industrie, im Verkehr oder in der Wärmeerzeugung. Vor allem dort, wo Strom allein nicht ausreicht, ermöglicht grüner Wasserstoff klimafreundliche Lösungen. Die Hamburger Energiewerke bringen den Aufbau dieser Zukunftstechnologie aktiv voran.
Hamburg wird Wasserstoffstandort
Der Wandel beginnt dort, wo früher Strom aus Kohle erzeugt wurde: Am Standort des ehemaligen Kraftwerks Moorburg entsteht eine neue Wasserstoff-Infrastruktur für Hamburg. Gemeinsam mit unserem Partner Luxcara gestalten wir diese Transformation und errichten einen 100-MW-Elektrolyseur zur Produktion von grünem Wasserstoff.
Ein wichtiger Bestandteil der zukünftigen Wasserstoff-Infrastruktur ist auch das Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netz (HH-WIN), was unser Schwesterunternehmen, die Hamburger Energienetze, baut. Über dieses 40 km lange Wasserstoff-Verteilnetz wird der Wasserstoff künftig vom Standort Moorburg aus zu Industrie- und Gewerbestandorten im Hamburger Süden transportiert. Die Anbindung an das bundesweite Wasserstoff-Kernnetz ist bereits geplant – und soll Hamburg langfristig zum Knotenpunkt der deutschen Wasserstoffwirtschaft machen.
Hamburg Green Hydrogen Hub (HGHH)
Ein Projekt mit Strahlkraft: Gemeinsam mit Luxcara setzen wir das Projekt Hamburg Green Hydrogen Hub (HGHH) um und bauen eine 100-Megawatt-Elektrolyseanlage auf dem Gelände des ehemaligen Kraftwerks Moorburg.
- Inbetriebnahme: geplant für 2027
- Elektrolyseleistung: 100 MW
- Erzeugung: rund 10.000 Tonnen grüner Wasserstoff pro Jahr
- Verteilung: Diskriminierungsfrei über das Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netz HH-WIN und über Trailer-Verladestation für Verbraucher ohne Zugang zur Wasserstoffinfrastruktur
Der Wasserstoff wird vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt – das macht ihn grün. Er leistet damit einen konkreten Beitrag zur Dekarbonisierung von Industrie, Logistik und Hafenwirtschaft. Das HGHH-Projekt ist ein zentraler Baustein auf Hamburgs Weg zur klimaneutralen Industrieregion und stärkt den Standort als norddeutsches Wasserstoffzentrum.
Wasserstoffinfrastruktur im Hamburger Hafen
Gefördert wird das Projekt mit 154 Millionen Euro vom Bund und der Stadt Hamburg – als Teil des europäischen Förderprogramms IPCEI (Important Projects of Common European Interest). Damit wird technologische Innovation ermöglicht und auch ein starkes Signal für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft gesetzt.
Ziel ist ein vielfältiger Abnehmermix aus der Region
Das Projekt strebt ein Portfolio von Wasserstoffverbrauchern aus verschiedenen Industriezweigen an. Es steht mit vielen dieser Unternehmen bereits im Austausch, um sie künftig mit grünem Wasserstoff aus Hamburg zu versorgen.
Was ist grüner Wasserstoff – und was kann er?
Grüner Wasserstoff ist ein klimafreundlicher Energieträger, der eine zentrale Rolle in der Energiewende spielt. Er wird durch Elektrolyse hergestellt, bei der Wasser mit Strom in Wasserstoff (H₂) und Sauerstoff (O₂) aufgespalten wird. Wie das funktioniert? Strom wird durch einen Elektrolyseur geleitet, der das Wasser in seine Bestandteile aufspaltet. Der erzeugte Wasserstoff kann dann in der Industrie, im Verkehr oder zur Speicherung erneuerbarer Energie genutzt werden.
Das Besondere an grünem Wasserstoff ist, dass der für die Elektrolyse eingesetzte Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Die Wind- und Solaranlagen erzeugen Strom ohne CO₂-Emissionen, was den Wasserstoff klimaneutral macht.
Im Hamburg Green Hydrogen Hub kommt ein Elektrolyseur mit moderner PEM-Technologie (Proton Exchange Membrane) zum Einsatz. Diese Technologie ermöglicht eine besonders flexible Reaktion auf die Einspeisung von erneuerbarem Strom – ein entscheidender Vorteil, da Wind- und Solarenergie nicht immer konstant verfügbar sind. Die PEM-Elektrolyse ist ideal, um den Strom aus diesen Quellen effizient in Wasserstoff umzuwandeln und ihn somit für die Industrie oder als Energiespeicher zu nutzen.
Gemeinsam für Hamburgs Wasserstoff-Zukunft
Mit dem Aufbau einer leistungsfähigen Wasserstoff-Infrastruktur schaffen wir heute die Grundlagen für eine klimafreundliche Energieversorgung von morgen. Wir treiben diesen Wandel voran – im Schulterschluss mit Partnern aus Wirtschaft, Politik und lokalen Akteuren.
Der Hamburg Green Hydrogen Hub ist dabei ein Baustein für eine zukünftig klimaneutrale Industrie in Hamburg. Das Projekt verbindet regionale Stärke mit europäischer Bedeutung – und zeigt, wie die Energiewende konkret vor Ort umgesetzt werden kann.