1970 bis 2013

Fernwärme als Antwort auf die Ölpreiskrise

Die Ölpreiskrise der 70er Jahre führt in Hamburg zu einem Umdenken in punkto Energieversorgung. Angesichts der gestiegenen Ölpreise und der Abhängigkeit von Ölimporten intensiviert die Stadt ihre Bemühungen um Energieeffizienz und die Entwicklung alternativer Energiequellen. In der Folge gewinnt die Fernwärme als effiziente und umweltfreundlichere Heizmethode weiter an Bedeutung. Investitionen in die Fernwärmeinfrastruktur werden verstärkt, um eine breitere Nutzung zu fördern und die Abhängigkeit von Öl zu reduzieren.

1977

Der Fernwärmeausbau wird durch die „Verwaltungsvereinbarung“ zwischen dem Bund und den Ländern über die Gewährung von Finanzhilfen des Bundes in besonderem Maße belebt und führt in den 80er Jahren zu einer beträchtlichen Erweiterung.

Ende der 70er Jahre kommt Bewegung in den Ausbau der Fernwärme

1981

Der Fernwärmeausbau läuft weiter auf Hochtouren. Ein Nachfolgeprogramm stellt
52 Millionen D-Mark für die zukünftige Wärmeversorgung der Stadt zur Verfügung.

1981 – 1987

In dieser Zeit sind die Transportleitungen Barmbek – Eppendorf (5 Kilometer) und Wedel - Haferweg - Karoline
(20 Kilometer) die wichtigsten Verbindungen.

1979 hat das Netz eine Länge von 340 Kilometern, 1989 sind es schon 542 Kilometer. 

1987 - 1993

Das Kraftwerk Wedel wird zu einem Heizkraftwerk umgerüstet und runderneuert. Teil der Sanierung ist der Bau einer 16,5 Kilometer langen Transportleitung zum Haferweg. Seit 1993 liefert das HKW Wärme für Hamburg.

Luftbild des Heizkraftwerks Wedel

1987/88

Da die „Karoline“ nur noch zeitlich begrenzt zur Verfügung steht, muss die Leitung Wedel – Haferweg bis zur Heizperiode fertiggestellt sein. Aufgrund der Wärmeleistung von 300 MW und der knappen Zeit entscheidet man sich beim Bau für vorgefertigte und mit Kunststoffschaum isolierte Rohre.

1990

Die Wiedervereinigung löst einen Bauboom aus. Baulücken werden geschlossen und neue Projekte realisiert. Viele Neubauprojekte werden an das Fernwärmenetz angeschlossen.

1993

Die heutige Anlage in Tiefstack stammt aus dem Jahr 1993.

Tiefstack im Bau

300.000 Wohneinheiten werden Anfang der 1990er Jahre mit Fernwärme versorgt.

1993

Der 600ste Kilometer Fernwärmetrasse ist verlegt. Bereits rund 300.000 Wohneinheiten sind inzwischen an das Fernwärmenetz angeschlossen.

Bau einer Fernwärmeleitung in den 90er Jahren

1992

Sechs Kraftwerke sind für die Fernwärmeversorgung zuständig:

– Harburg und Neuhof (selbstständiger Inselbetrieb Süderelbe-Raum, liefern Dampf für Industriekunden)

– Hafen, Tiefstack und Wedel sowie Müllverbrennungsanlage Borsigstraße

Weitere Projekte wie die Neue Flora, der AngloGerman Innovation Park in Bahrenfeld, die Fleetinsel am Herrengraben sowie das Paketpostamt am Kaltenkirchener Platz werden mit Fernwärme versorgt.

1999

wird in der HafenCity das gleichnamige gasgefeuerte Heizwerk in Betrieb genommen.

Das alte Kraftwerk Hafen und das neue Heizwerk HafenCity vor der Demontage des alten Kraftwerks Hafen.
Heizwerk HafenCity

1999

Beginn der Privatisierung. Mit dem Verkauf der HEW an den schwedischen Vattenfall Konzern wird auch das Fernwärmenetz privatisiert.

2005

wird die bestehende Anlage des 1914 erbauten Heizwerks Barmbek durch ein hochmodernes Spitzenlastheizwerk ersetzt. Das Krankenhaus Barmbek bezieht nun umweltschonende Wärme.

Heizwerk Barmbek

2008

Nach einer Modernisierung verfügt das Heizwerk Eppendorf nun über zwei leistungsfähige Heißwassererzeuger und versorgt das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) mit umweltfreundlicher Energie. Dank seines hohen Wirkungsgrades von rund 97 Prozent dient das Heizwerk zudem als Spitzenlastanlage, deren erzeugte Energie auch in das Hamburger Fernwärmesystem eingespeist werden kann.

Das Heizwerk Eppendorf

2009

Die Gas- und Dampfturbinenanlage in Tiefstack geht ans Netz. Die beiden Heizkessel für die Spitzenlast werden mit Erdgas befeuert und dienen der Absicherung der Wärmeversorgung in Zeiten, in denen besonders viel Wärme benötigt wird.

Maschinenhalle Tiefstack

2009

Der im Zweiten Weltkrieg erbaute Flakbunker in Wilhelmsburg wird saniert. Der Startschuss für den Bau eines Ökokraftwerks startet Ende des Jahres.

Weitere Geschichten der Fernwärme

1894 bis 1945

Im Hamburger
Rathaus fängt alles an

Eine sichere und effiziente Wärmeversorgung: Mit dem Bau des neuen Rathauses startet das Pilotprojekt Fernwärme durch.

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1945 bis 1970

Jahre des Aufbaus und
Ausbaus

In den Nachkriegsjahren wird die wichtige Infrastruktur nach und nach wieder aufgebaut. Auch die Fernwärme rückt immer mehr in den Fokus.

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1970 bis 2013

Fernwärme als Antwort auf die Ölpreiskrise

Als die Ölpreise immer weiter anziehen, braucht es bezahlbare Alternativen – auch mit Blick auf die Zukunft. Die Lösung heißt Fernwärme.

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2013 bis 2045

Umsetzer der Hamburger Energiewende

Erneuerbare Energien und klimaneutrale Abwärme ersetzen fossile Brennstoffe. Die Fernwärme wird bis spätestens 2030 kohlefrei und weiter ausgebaut.

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