Vertriebsziel 2024 deutlich übertroffen

Hamburg, 10.03.2025
Auf dem Bild ist das moderne BORX-Bürogebäude zu sehen. Es besteht aus mehreren Stockwerken mit großen Fenstern und überwiegend Backsteinfassaden. Dazwischen liegt ein begrünter Innenhof mit Bäumen, Sträuchern und Sitzbereichen, in dem sich einige Menschen aufhalten. Unter dem Hof befinden sich verglaste Räume im Erdgeschoss. 

Foto: dreidesign für STRABAG Real Estate

BORX Bürogebäude, Foto: dreidesign für STRABAG Real Estate

Fernwärme ist weiterhin stark gefragt, 262 Vertragsabschlüsse sichern den Netzausbau für kommende Jahre

Es war das mit Abstand erfolgreichste Vertriebsjahr in der Hamburger Fernwärme: Das Vertriebsteam der Hamburger Energiewerke (HEnW) schloss im vergangenen Jahr Verträge über eine thermische Leistung von 93,8 Megawatt (MW th) ab. Damit übertraf das Team das ambitionierte Ziel von 41 Megawatt Anschlussleistung deutlich. Insbesondere die beiden neuen Großkunden Lufthansa Technik und Flughafen Hamburg sorgten für diese erfolgreiche Bilanz. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 262 neue Verträge unterzeichnet. Dabei wurden 237 der Abschlüsse für das Hamburger Stadtnetz unterschrieben, 25 neue Wärmeabnehmer gibt es im Bereich der Dezentralen Netze. 2024 bestätigt den Trend der vergangenen Jahre: Fernwärme bleibt für Großkunden und Wohnungsbaugesellschaften eine attraktive Alternative für eine verlässliche und klimafreundliche Wärmeversorgung.  

Auch der Ausbau und die Verdichtung des Stadtnetzes kamen erfolgreich voran: Die Anzahl der versorgten Wohneinheiten1 stieg im vergangenen Jahr 2024 auf mehr als 538.000 (2023: 525.000 Wohneinheiten). Über Dezentrale Netze werden weitere 23.200 Wohneinheiten mit heißem Wasser zum Duschen und Heizen versorgt. Insgesamt lieferten die Hamburger Energiewerke eine vertraglich zugesicherte Wärmeleistung von 1.980 MW th. Der Wärmeabsatz des Unternehmens belief sich somit auf eine Gesamtmenge von 3.780 Gigawattstunden. 

Michael Prinz, Geschäftsführer der Hamburger Energiewerke GmbH: „Das war wirklich ein außergewöhnliches Vertriebsjahr für uns als Hamburger Energiewerke. Der Vertragsabschluss mit Lufthansa Technik und dem Flughafen Hamburg war ein Meilenstein – auch für unsere Wachstumspläne im Norden. Die neue Fernwärmeleitung bietet uns als Zukunftsachse Nord die Chance in den kommenden Jahren weitere mehrgeschossige Gebäude an das Stadtnetz anzuschließen. Gleichzeitig zeigt der Vertragsabschluss auch, wie attraktiv das Produkt Fernwärme für Unternehmen ist. Es gibt ihnen die Möglichkeit ihre Klimaziele zu erreichen.“  

Zu den neuen Kunden des großen Stadtnetzes zählt zukünftig auch der Hamburg Großmarkt für Obst, Gemüse und Blumen. Auch das neu entstehende Bürogebäude BORX der STRABAG Real Estate in Borgfelde wird mit seiner Fertigstellung in 2026 mit Stadtwärme versorgt, der Vertrag dazu wurde im vergangenen Jahr ebenfalls unterzeichnet. Das Morellenquartier der HANSA Baugenossenschaft eG im Stadtteil Marienthal stammt bereits aus den 1960er Jahren und wird aktuell saniert. Bislang wurden die 225 Wohneinheiten aus einem Heizhaus mit einer Gaskesselanlage versorgt. Zukünftig wird hier ebenfalls heißes Wasser des Stadtnetzes die Wohnungen wärmen. Aktuell wird dafür eine 900 Meter lange Leitung den Holstenhofweg bis zum Schimmelmannsweg verlegt. Die Fertigstellung ist für 2026 geplant. Das Projekt zeigt, wie bereits bestehende, ältere Quartiere defossilisiert werden können. Die Fernwärmeversorgung ist ein Baustein der Klimaschutzstrategie der HANSA. 

  Auf dem Bild ist der Großmarkt für Obst, Gemüse und Blumen zu sehen, der sich in einer großen Lagerhalle mit mehreren Arbeitern und einer Vielzahl an Paletten befindet.

Foto: Henning Retzlaff

Hamburg Großmarkt für Obst, Gemüse und Blumen, Foto: Henning Retzlaff

  Auf dem Bild ist das Morellenquartier zu sehen mit überwiegend mehrgeschossigen Wohnhäusern in Zeilenbauweise, dazwischen Grünflächen und Wege. Auf mehreren Flachdächern sind Photovoltaikanlagen installiert. ,

Foto: Hansa Baugenossenschaft

Morellenquartier, Foto: Hansa Baugenossenschaft

 

Die Hamburger Stadtwärmeerzeugung ändert sich in den kommenden fünf Jahren grundlegend. Ende dieses Jahres soll die Inbetriebnahme der Gas- und Dampfturbinenanlage des neuen Erzeugerparks auf der Dradenau starten. Der Energiepark Hafen ersetzt zusammen mit der Abwärme des Zentrums für Ressourcen und Energie (ZRE) das Kraftwerk Wedel. Der Energiepark Tiefstack löst bis spätestens 2030 das letzte verbliebene Kohlekraftwerk Tiefstack ab und vollendet damit Hamburgs Ausstieg aus der Kohle. Mit Fertigstellung des Energieparks Tiefstack sinken die CO2-Emissionen der zentralen Hamburger Stadtwärmeversorgung gegenüber heute insgesamt um 70 bis 80 Prozent. Mit der Ablösung der beiden Kohlekraftwerke leisten die Hamburger Energiewerke den größten Einzelbeitrag zu Hamburgs Klimazielen.

1Eine Wohneinheit entspricht dem Wärmebedarf einer 70m2-Standardwohnung mit einem jährlichen thermischen Energieverbrauch von rund 7.500 Kilowattstunden (kWh/a).


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