Uni-Präsidialverwaltung mit neuer PV-Anlage
Hamburg, 28.08.2026Eingespielte Kooperation der städtischen Unternehmen treibt Solarausbau voran
Das Dach der Präsidialverwaltung der Universität Hamburg ist voll belegt: 445 PV-Module erzeugen seit Ende Juli Solarstrom auf der neu sanierten Dachfläche. Mit einer Leistung von 200 Kilowattpeak produziert die Anlage jährlich mehr als 165.000 Kilowattstunden grünen Strom und senkt damit die CO2-Emissionen um bis zu 63 Tonnen. Der erzeugte Strom fließt ins öffentliche Netz und kann rein rechnerisch etwa 66 Haushalte* mit Ökostrom versorgen. Mit der Solarinstallation auf dem Dach der Präsidialverwaltung leisten die beiden städtischen Unternehmen Sprinkenhof (Gebäudeeigentümerin, Unternehmen der Finanzbehörde) und HEnW KommunalEnergie (HKE), ein Tochterunternehmen der Hamburger Energiewerke, einen weiteren Beitrag zum Photovoltaik-Ausbauziel auf öffentlichen Gebäuden.
Und es kommen stetig weitere Solardächer hinzu: Auf dem Cruise Terminal Altona realisieren die beiden Partner eine PV-Anlage mit einer Leistung von rund 230 Kilowattpeak. Nach aktuellem Planungsstand soll diese noch im September ans Netz gehen. Auf 20 Dächern der Sprinkenhof sind bereits PV-Anlagen in Betrieb, 27 weitere gemeinsame Projekte sind fest eingeplant oder schon im Bau.
Der städtische Photovoltaikausbau konzentriert sich dabei auf technisch geeignete und wirtschaftliche Anlagen. Bei Dächern mit weiterem PV-Potenzial ermöglicht das sogenannte Bilanzkreismodell eine größtmögliche Ausnutzung der Dachfläche. Überschüssiger Solarstrom wird dabei direkt an die Stadt Hamburg verkauft und automatisch den städtischen Gebäuden der Kernverwaltung zur Verfügung gestellt. So wird die installierte Anlagenleistung nicht länger durch den Strombedarf des jeweiligen Gebäudes begrenzt und darüber hinaus nutzt die Stadt ihren selbst erzeugten grünen Strom. Hamburg kommt damit seinem Ziel, 80 Prozent der geeigneten Dachflächen mit Photovoltaik zu belegen, Schritt für Schritt näher.
Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Die neue Anlage auf dem Uni-Dach ist ein weiterer starker Beleg für den konsequenten und kontinuierlichen Ausbau von Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden unserer Stadt. Und manchen Kritikern, denen das alles nicht schnell genug geht, können wir immer nur wieder sagen: Wir gehen bei unserer PV-Strategie nicht nach dem Gießkannen-Prinzip vor, sondern unsere städtischen Unternehmen schauen sich im Rahmen von Potenzialanalysen sehr genau an, welche Dächer, welche Flächen sich für PV konkret eignen. Diese gezielten PV-Analysen bilden die Grundlage für die strategische Steuerung, Priorisierung und am Ende dann wirtschaftlich-technische Machbarkeit des Ausbaus. Und unsere Anstrengungen können sich wahrlich sehen lassen: So sind allein in jüngster Zeit in Summe rund 100 Gebäude mit circa 5.000 kWp neu hinzugekommen.
Und wir lassen uns unsere Anstrengungen für den Klimaschutz und die Energiewende insgesamt auch ordentlich etwas kosten: Allein im Doppelhaushalt für die beiden nächsten Jahre haben wir im Kernhaushaushalt rund 360 Millionen Euro hinterlegt, hinzu kommen noch die Anstrengungen unserer öffentlichen Unternehmen, die sich in Summe im
Milliardenbereich bewegen.“
Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Die neue PV-Anlage auf dem Gebäude der Uni-Präsidialverwaltung macht die Uni Hamburg nachhaltiger und stellt sie besser für die Zukunft auf. Mit 200 kWp Leistung gehört die Anlage aktuell zu den größten Anlagen auf öffentlichen Gebäuden in Hamburg. Auf den Dächern unserer Stadt haben wir noch riesiges Potenzial. Mit unserer Solarpflicht bei Neubauten und Dachsanierungen, mit dem Förderprogramm SolarPLUS und dem Ausbau auf städtischen Dächern wollen wir dieses ausschöpfen und gehen als Stadt voran. Das zeigt auch das Plus von 50 Prozent Leistung auf unseren öffentlichen Dächern im vergangenen Jahr.“
Michael Prinz, Geschäftsführer der Hamburger Energiewerke GmbH: „Seit dem Startschuss für die Solardachoffensive hat unser Tochterunternehmen HKE gemeinsam mit Behörden und städtischen Partnern den Weg für den kontinuierlichen PV-Ausbau geebnet. Den Hochlauf haben wir gemeistert. Alle ein bis zwei Wochen geht inzwischen eine neue PV-Anlage auf den städtischen Dächern Hamburgs in Betrieb. Das ist ein voller Erfolg. Damit uns der Fachkräftemangel keinen Strich durch die Rechnung macht, bilden wir unsere Solar-Fachkräfte selbst aus.“
Jan Zunke, Geschäftsführer Sprinkenhof GmbH: „Mit der Sanierung des Daches der Präsidialverwaltung der Universität Hamburg zeigen wir einmal mehr, wie wir städtische Flächen konsequent für den Ausbau erneuerbarer Energien nutzen. Wir denken Photovoltaik längst nicht mehr nur gebäudebezogen, sondern versuchen das Solarpotenzial für ganz Hamburg zu maximieren. Jedes neu belegte Dach bringt uns den städtischen Klimazielen ein Stückchen näher – nachhaltig, wirtschaftlich und zukunftsorientiert.“
Prof. Dr. Laura-Marie Edinger-Schons, CSO Universität Hamburg: „Mit der neuen Photovoltaikanlage gehen wir einen weiteren konkreten Schritt auf dem Weg zu einem klimafreundlicheren Universitätsbetrieb. Besonders wichtig ist uns dabei, dass dieses Dach kein Einzelprojekt bleibt: Wir haben 56 Dächer der Universität systematisch auf ihre Eignung für Photovoltaik prüfen lassen und damit die Grundlage für einen schrittweisen weiteren Ausbau geschaffen. Als Universität der Nachhaltigkeit wollen wir Nachhaltigkeit nicht nur erforschen und lehren, sondern auch auf unserem eigenen Campus konsequent umsetzen.“
Die HEnW KommunalEnergie ist seit 2022 zentraler Ansprechpartner für den PV-Ausbau der städtischen Akteure wie Sprinkenhof, Schulbau Hamburg oder Bäderland. Die Partner prüfen im Vorfeld, welche ihrer Gebäudedächer für PV- Anlagen grundsätzlich geeignet sind. Planung, Bau und Betrieb der PV-Anlagen übernimmt HKE aus einer Hand. Dabei ist die Installation von PV-Anlagen auf städtischen Dächern sehr viel komplexer als auf privaten Häusern, da bei Genehmigung und Installation der Solaranlagen zusätzliche Aspekte wie Denkmalschutz oder besondere Auflagen beim Brandschutz zu berücksichtigen sind. Inzwischen hat sich die Zusammenarbeit eingespielt, sodass der PV-Ausbau weiter Fahrt aufnimmt: Aktuell sind 126 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 9,5 Megawattpeak in Betrieb. Bis Jahresende sollen noch 73 Anlagen mit einer Leistung von 5,9 Megawattpeak dazu kommen. Damit sind dann PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 15,4 Megawattpeak in Betrieb. Im kommenden Jahr 2027 sollen Anlagen mit einer Leistung von rund 5,3 MW realisiert werden.
Die Hamburger Energiewerke investieren gezielt in den eigenen Nachwuchs, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die zahlreichen Projekte auch künftig umsetzen zu können. Bereits seit 2023 bildet das Unternehmen Industrieelektriker mit der Zusatzausbildung als Solarteure aus. Mit Erfolg: Mittlerweile arbeiten bereits sieben selbst ausgebildete Solarteure beim Tochterunternehmen HKE. Drei Industrieelektriker mit der Zusatzqualifikation Fachkraft für Solartechnik starten in diesem Jahr die Ausbildung.
* Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 2.500 kWh im Jahr für einen 2-Personen Haushalt
Ihre Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für weitere Informationen:
Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA)
Alexander Fricke
Pressestelle
pressestelle@bukea.hamburg.de
Telefon: +49 40 42840 8006
Behörde für Finanzen und Bezirke
Claas Ricker
Pressestelle
pressestelle@fb.hamburg.de
Telefon: +49 40 42823 1662
Hamburger Energiewerke GmbH
Friederike Grönemeyer
Pressesprecherin
friederike.groenemeyer@hamburger-energiewerke.de
Telefon: +49 40 6396-2552
Sprinkenhof GmbH
Lars Vieten
Pressesprecher
lars.vieten@sprinkenhof.de
Telefon: +49 177-7395429