Tinsdaler Heideweg: Erster Preis für Modernisierung
Hamburg, 09.11.2015Für die energetische Modernisierung der zwei Wohngebäude am Tinsdaler Heideweg mit einem BHKW und dem Anwohnerstromkonzept von Hamburg Energie hat der Bauverein der Elbgemeinden eG (BVE) den ersten Preis in der Kategorie kostengünstiges Bauen erhalten. Der vom Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. (VNW) ausgerufene Wettbewerb „Zukunft Wohnen“ zeichnet besonders gelungene Projekte rund um das Bauen und Wohnen aus.
Die beiden vom VNW ausgezeichneten Gebäude am Tinsdaler Heideweg bestehen aus zwei identischen Baukörpern mit jeweils 32 Wohneinheiten. Der BVE hat dort ab dem Sommer 2014 eine umfangreiche energetische Modernisierung durchgeführt, die bereits am Ende des Jahres abgeschlossen waren. Zur kompletten Fassadendämmung wurden alle Fenster dreifach verglast und die Balkone saniert. Dazu kamen eine Kellerdeckendämmung und der Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Komplettiert wurde die Modernisierung durch ein neues, effizientes und kostensparendes Energieversorgungssystem: In Zusammenarbeit mit Hamburg Energie entstand ein Blockheizkraftwerk in den Außenanlagen des Quartiers, das durch seinen Wärmetauscher alle angeschlossenen Haushalte mit Warmwasser versorgen kann. Das Wasser wird darin umweltschonend auf eine Temperatur von etwa 43 bis 45 Grad Celsius gebracht – und weil das BHKW als Wärme- und Stromproduzent direkt vor der Haustür steht, gibt es kaum Transportverluste. Der Wirkungsgrad der Kraft-Wärme-Kopplung in Form eines BHKWs ist mit mehr als 90 % besonders hoch.
Das hat viele Vorteile für die Anwohner: Die stromverbrauchenden Durchlauferhitzer in den Bädern haben nun ausgedient und konnten demontiert werden. Das senkt die Warmwasser-Kosten. Außerdem kann das besonders günstige Anwohnerstromkonzept „Mein Quartierstrom“ von Hamburg Energie genutzt werden. Der produzierte Strom steht den Verbrauchern in den angeschlossenen Gebäuden ohne Umwege über das öffentliche Netz zur Verfügung. Dadurch fallen Konzessionsabgaben und Netzentgelte weg, denn dezentrale Versorgungslösungen wie das BHKW sparen sich den Umweg über das öffentliche Stromnetz. Die Versorgung mit lokal produziertem Strom wird so besonders kostengünstig für die Verbraucher. Im Mittel zahlt ein drei-Personen-Haushalt rund € 130 p.a. weniger als beim günstigsten Grundversorger-Tarif. Zu Spitzenlastzeiten steht zusätzlich ein konventioneller Gaskessel zur Verfügung, der bei Bedarf die Wärmeversorgung übernehmen kann. Produziert das BHWK hingegen mehr Strom als die Abnehmer benötigen, speist es den Überschuss ins öffentliche Netz ein.
Bettina Schwarz
Pressesprecherin
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