Nachnutzung des Standorts Heizkraftwerk Wedel
Hamburg, 26.04.2024Gemeinsame Pläne von den Hamburger Energiewerken und Stadtwerke Wedel für die klimaneutrale Fernwärmeversorgung in Wedel
Die Hamburger Energiewerke und die Stadtwerke Wedel haben ihre Zusammenarbeit bei der Nachnutzung des Standorts Heizkraftwerk Wedel (HKW) vereinbart. Das Projekt der Hamburger Energiewerke mit dem Arbeitstitel "Wedel Transformation" startet in diesem Jahr und wird voraussichtlich bis 2026 erste Ergebnisse zum Gesamtkonzept und möglichen Technologieoptionen liefern. Die Stadtwerke Wedel sind in dieses Projekt eingebunden und sollen neben der Stadt Hamburg auch an der zukünftig klimaneutralen Wärmeerzeugung am Standort für die Wedeler Fernwärmeversorgung partizipieren. Parallel dazu wird die Stadt Wedel in diesem Jahr den kommunalen Wärme- und Kälteplan für Wedel vorstellen. Die Stadtwerke Wedel entwickeln zeitgleich und in enger Abstimmung mit dem kommunalen Wärme- und Kälteplan und dem HKW Nachfolgekonzept ihre eigenen Transformations- und Ausbaupläne für die Fernwärme in Wedel.
Der Kraftwerkstandort Wedel wird bislang von den Hamburger Energiewerken zur Erzeugung von Fernwärme im effizienten Kraft-Wärme-Kopplungsprozess für den Hamburger Westen genutzt und ist somit bedeutender Bestandteil der Energieinfrastruktur der Hansestadt. In 2025 soll die Wärmeerzeugung des Heizkraftwerks durch den neuen modularen Erzeugerpark „Energiepark Hafen“ auf der Dradenau und der Abwärme des Zentrums für Ressourcen und Energie abgelöst werden. Im Zuge dessen entwickeln die Hamburger Energiewerke nun ein Nachfolgekonzept für die weitere Nutzung ihres Kraftwerkstandorts Wedel.
Jens Kerstan, Hamburgs Senator für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Die Wärmewende ist ein zentraler Faktor, um unseren Energiebedarf klimaneutral umzurüsten. Dabei wird der Standort Wedel nun dauerhaft als Industrie- und Energiestandort erhalten. Unser städtisches Unternehmen Hamburger Energiewerke arbeitet dabei vertrauensvoll mit den Stadtwerken in Wedel zusammen. Und dies ist ein ausgezeichnetes Beispiel, wie gemeinsame Politik in einer Metropolregion funktionieren muss. Wir wollen bis spätestens 2030 den Kohleausstieg aus der Fernwärme schaffen, wenn möglich auch vorher.“
Jörn Peter Maurer, Geschäftsführer der Stadtwerke Wedel, betont: „Die zukünftige klimaneutrale Wärmeerzeugung am Standort HKW Wedel stellt einen wichtigen Baustein in der Transformation und dem Ausbau unserer Wärmenetze dar und kann somit zur Versorgung der Wedeler Bürgerinnen und Bürger mit klimaneutraler, zuverlässiger, komfortabler und bezahlbarer Fernwärme beitragen. Dies ist uns besonders wichtig.“ Maurer weiter: „Jegliche Form der Umstellung auf klimaneutraler Wärme bedeutet aber erst einmal signifikante Investitionskosten.“ Trotz der anfänglichen Kosten betont er die langfristige Sicherheit und Kosteneffizienz klimaneutraler Wärme, insbesondere wenn die Bundesregierung die politischen Rahmenbedingungen an die Klimaziele anpasst. Man müsse alle Möglichkeiten der Zusammenarbeit ausschöpfen, um diese Kosten so gering wie möglich zu halten. Klimaneutrale Wärme solle so günstig wie möglich den Kundinnen und Kunden angeboten werden können.
Christian Heine, Sprecher der Geschäftsführung der Hamburger Energiewerke GmbH, unterstreicht „Der Standort Wedel war und ist für die Hamburger Energiewerke ein strategisch wichtiger Standort für die Wärmeversorgung. Er bietet uns infrastrukturell sehr gute Voraussetzungen, um dort zukünftig klimaneutrale Erzeugungstechnologien anzusiedeln. Im letzten Jahr konnten wir vor Ort bereits unsere Power-to-Heat-Anlage erfolgreich in Betrieb nehmen. Wir freuen uns, dass wir mit den Stadtwerken Wedel einen lokalen Partner an der Seite haben, der die gleichen ehrgeizigen Ziele in der Wärmewende verfolgt.“
Der Kälte- und Wärmeplan der Stadt Wedel soll detailliert darlegen, welches Gebäude in Wedel in einem so genannten Fernwärmeprüfgebiet liegt und inwiefern damit die Aussicht auf einen Fernwärmeanschluss besteht. Im Anschluss wollen die Stadtwerke Wedel zeitnah den Fahrplan für das öffentliche Wärmenetz vorstellen.
Jörn Peter Maurer: „Die Zusammenarbeit zwischen den Hamburger Energiewerken und den Stadtwerken Wedel unterstreicht das gemeinsame Bestreben, innovative und nachhaltige Lösungen für die Energieversorgung der Region zu schaffen und Synergien gerade auch in Bezug auf die enormen notwendigen Investitionen zu nutzen.“
Über die Stadtwerke Wedel
Die Stadtwerke Wedel GmbH ist der kommunale Energie-, Wasser- und Telekommunikationsversorger für Wedel und die Region sowie Betreiber der Wedeler Badebucht. Mit über 100 Jahren Erfahrung und zahlreichen Dienstleistungen rund um das Thema Energie kümmern sich die Stadtwerke als 100% konzernfreies Unternehmen um das Wohlbefinden ihrer Kunden. Dafür sorgen insgesamt rund 100 fachkundige Mitarbeiter. Beliefert wird der eigene lokale und teilweise auch der regionale Markt. Das Unternehmen erwirtschaftete im zurückliegenden Jahr 2022 einen Umsatz von ca. 100 Mio. Euro. Geschäftsführer ist Jörn Peter Maurer.
Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen
Stadtwerke Wedel
Jörn Peter Maurer
E-Mail: j.maurer@stadtwerke-wedel.de
Telefon: +49 4103 805 111
Hamburger Energiewerke
Friederike Grönemeyer
E-Mail: Friederike.groenemeyer@hamburger-energiewerke.de
Telefon +49 40 6396 2732