Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank besucht HERMINE

Hamburg, 05.09.2024
Auf dem Bild sind Kirsten Fust (Geschäftsführerin HEnW), Katharina Fegebank (Umweltsenatorin und Jens Kerstan bei der Tunnelbohrmaschine zu sehen (v.l.). 
(Bild: Hamburger Energiewerke)

Kirsten Fust, Katharina Fegebank, Jens Kerstan (v.l.), Foto: Hamburger Energiewerke

Fernwärmetunnel unter der Elbe zu fast 50 Prozent fertig gebohrt

Das Treffen mit der Taufpatin fand knapp 35 Meter unter der Elbe, ungefähr auf Höhe des Ufers Seemanshöft, statt. Im vergangenen Jahr hatte Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank die Tunnelbohrmaschine HERMINE (Hamburger Energiewerke Röhre MIt Neuer Energie) getauft und damit den Startschuss für den Bau des neuen Fernwärmetunnels unter der Elbe gegeben. Jetzt besuchte sie zusammen mit Umwelt- und Energiesenator Jens Kerstan und Kirsten Fust, Technische Geschäftsführerin der Hamburger Energiewerke, das Team der Tunnelbauer und ging anschließend in den Tunnel zu HERMINE. 

Die Tunnelbohrmaschine ist seit dem vergangenen November auf ihre Gesamtlänge von 280 Metern angewachsen und bohrt inzwischen mit Höchstgeschwindigkeit. Aktuell sind rund 430 Meter des knapp 1,2 km langen Fernwärmetunnels fertig. Bis Ende des Jahres wird HERMINE, die am eigens dafür gebauten Startschacht am Jachtweg ihre Arbeit aufgenommen hatte, im Zielschacht erwartet. Der Zielschacht im Hindenburg-Park ist bereits für ihre Ankunft vorbereitet. Im Anschluss werden die Fernwärmerohre im Tunnel verlegt. Anfang 2026 wird im Zusammenspiel mit der neuen Gas- und Dampfturbinenanlage des Energieparks Hafen und dem existierenden Fernwärmenetz heißes Wasser durch die Leitungen unter der Elbe entlangfließen, um den Norden Hamburgs mit klimafreundlicher Fernwärme aus dem neuen Erzeugungspark zu versorgen. 

Katharina Fegebank, Hamburgs Zweite Bürgermeisterin: „Sie werden ja so schnell groß: Als ich HERMINE im November 2023 getauft habe, war sie gerade 15 Meter lang, heute misst sie schon 280 Meter. Das sagt viel über den rasanten Fortschritt dieses beeindruckenden Projekts für die Zukunft unserer Stadt. Der neue Fernwärmetunnel wird ein wichtiger Durchbruch für die Hamburger Wärmewende und den Hamburger Weg in Richtung Klimaneutralität.“

Jens Kerstan, Aufsichtsratsvorsitzender Hamburger Energiewerke GmbH und Senator für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Es ist beeindruckend zu sehen, welche Fortschritte seit der Taufe von HERMINE erreicht wurden und mit welcher Geschwindigkeit wir dank innovativer Technik, Ingenieurskunst und einem gemeinsamen Ziel vor Augen vorankommen, um bis 2030 kohlefrei zu sein. Durch diesen 1,2 km langen Tunnel wird ab Anfang 2026 heißes Wasser fließen und den Norden Hamburgs mit klimafreundlicher Fernwärme aus dem künftigen Energiepark Hafen versorgen. Es zeigt: Unsere Ziele sind ehrgeizig, aber realistisch. Ich danke allen an dem Projekt Beteiligten für ihren Einsatz, allen voran den Hamburger Energiewerken, die als städtisches Unternehmen ein starker und verlässlicher Partner beim Ausbau des Fernwärmenetzes sind, und wünsche HERMINE weiterhin ein so gutes Vorankommen.“

Kirsten Fust, Technische Geschäftsführerin der Hamburger Energiewerke GmbH: „Jetzt, wo HERMINE ihre volle Länge erreicht hat, bohrt sie schneller, bis zu zehn Meter pro Tag. Wir haben knapp die Hälfte der Wegstrecke des Fernwärmetunnels geschafft. Mit diesem Baufortschritt sind wir zufrieden. Nachdem wir in den vergangenen Wochen den Köhlfleet-Hafen und die Tankschiffbrücke passiert haben, queren wir als nächstes das Haupt-Flussbett der Elbe. Ich danke unserem Projektteam und dem Team der Tunnelbauer, dass sie dieses für uns so wichtige Projekt der Wärmewende so engagiert umsetzen.“

Im August 2022 hatten die Bauarbeiten zum Startschacht am Jachtweg begonnen, im Herbst vergangenen Jahres wurde dann der 15 Meter lange Bohrkopf hineingehoben. In den vergangenen Monaten wurden nach und nach die sogenannten Nachläufer, weitere Bohrmaschinen-Segmente, montiert. Mittlerweile hat HERMINE ihre vollständige Länge von 280 Metern erreicht. In den Segmenten ist die gesamte Logistik untergebracht, die für den Betrieb von HERMINE notwendig ist. Das Tempo des Vortriebs hat sich daher in den vergangenen Wochen deutlich gesteigert. Während HERMINE am Anfang etwa 1 bis 1,5 Meter pro Tag gebohrt hat, sind es mittlerweile 8 bis 10 Meter am Tag. Das Besondere dabei: Am Ende des Bohrkopfes ist der Tunnel bereits begehbar. Denn HERMINE baut vorne die Erde ab und montiert im hinteren Teil des Bohrkopfes Tübbinge, vorgefertigte Betonsegmente, die die Außenschale des Tunnels bilden. Die Installation der Fernwärmeleitungen erfolgt im nächsten Jahr.

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Bildhinweis: Hamburger Energiewerke

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