Hamburg Energie auf Wachstumskurs
Hamburg, 19.05.2016Hamburg Energie setzt sein Wachstum entgegen dem allgemeinen Markttrend fort: Der städtische Energieversorger hat 2015 zum vierten Mal in Folge ein positives Jahresergebnis erzielt. Zudem ist es jüngst gelungen die Marke von 100.000 Stromkundinnen und -kunden zu knacken.
Der Wettbewerb im Strommarkt hat sich nochmals verschärft“, erklärt Hamburg Energie-Geschäftsführer Michael Beckereit: „Wir haben in Hamburg Wettbewerber, die mit immer höheren Boni auf Kundenfang gehen“. Solche Verträge rentieren sich für die Unternehmen oft erst nach Jahren. Dementsprechend hoch ist das Risiko. „Wir sehen in solchen Praktiken kein seriöses Geschäftsmodell, denn eine Seite verliert immer: Bleibt der Kunde länger als die Erstvertragslaufzeit, zahlt er schnell zu viel. Kündigt er sofort wieder, macht das Unternehmen Verluste“, so Michael Beckereit. „Statt auf kurzfristige Boni setzen wir auf langfristig faire Preise“.
Dabei zeigt das aktuelle Kundenwachstum von Hamburg Energie, dass es auch ohne Bonuszahlungen geht: Stand April 2016 hat das Unternehmen 101.000 Strom- und 18.000 Gaskunden. Seit Anfang 2015 hat der städtische Energieversorger seinen Kundenbestand alleine im Stromgeschäft um rund 12 Prozent ausgebaut – das größte Kundenwachstum seit der Katastrophe von Fukushima 2011. Damit festigt Hamburg Energie seine Position als zweitgrößter Energieanbieter hinter den jeweiligen Grundversorgern für Strom und Gas. Auch der Bau von regenerativen Erzeugungsanlagen in Hamburg und der Metropolregion geht voran. Stand heute erzeugt das Unternehmen mit 53 Anlagen gut 90 Millionen Kilowattstunden Strom – das entspricht dem Bedarf von rund 30.000 Haushalten.
Mit seinen Geschäftsaktivitäten erzielte Hamburg Energie 2015 einen Umsatz von rund 273 Millionen Euro. Das bedeutet ein Umsatzplus von gut zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Jahresüberschuss beträgt 835.000 Euro und fällt damit niedriger aus als geplant. Grund für das geringere Ergebnis ist der verzögerte Bau von sechs Windkraftanlagen im Hafen und der damit verbundene Ertragsausfall. „Dass sich Projekte dieser Größenordnung im öffentlichen Genehmigungsverfahren verzögern, ist nicht ungewöhnlich – zumal die Anlagen mitten im Hafen auf Industriestandorten gebaut werden, auf denen es viele Schutzgüter abzuwägen gilt“, erklärt Michael Beckereit. „Wir rechnen jetzt mit einer Inbetriebnahme im Laufe des Jahres 2017.
Bettina Schwarz
Pressesprecherin
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