Forschungsprojekt zum Aquiferwärmespeicher endet

Hamburg, 08.08.2023

In den vergangenen Wochen haben die Hamburger Energiewerke gemeinsam mit ihren Partnern und Experten die Ergebnisse der ersten Bohrung und der anschließenden Fördertests für den geplanten Aquiferwärmespeicher ausgewertet. Neben technischen Herausforderungen bei der Installation der erforderlichen Filtereinrichtung im Bohrloch, ließ sich schlussendlich keine zufriedenstellende Förderrate des Thermalwassers im Verlauf des Fördertests erzielen, da die geologische Schicht an dieser Stelle nicht ausreichend durchlässig ist. Der Betrieb eines Speichers mit einer auskömmlich großen Wärmeleistung ist nach den vorliegenden Erkenntnissen am Standort Tiefstack somit nicht möglich.

Die Hamburger Energiewerke beenden daher das Forschungsprojekt zum saisonalen Aquiferwärmespeicher am Standort Tiefstack. Eine alternative Nachnutzung der Bohrung wird derzeit von den Hamburger Energiewerken geprüft. Das Bohrloch wurde dafür vorsorglich gesichert. Die Erkundungsbohrung für den Aquiferwärmespeicher war Ende
vergangenen Jahres als Teilvorhaben des Norddeutschen Reallabors (NRL) gestartet, um den saisonalen Wärmespeicher im Bau und Betrieb zu erproben. Die Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt bestätigen, dass der Hamburger
Untergrund für derartige Speicherprojekte noch weitreichender geologisch erkundet werden muss.

Kirsten Fust, Technische Geschäftsführerin der Hamburger Energiewerke: „Wir müssen für die Energie- und Wärmewende neue und innovative Ansätze erproben. Daher haben wir in den letzten vier Jahren mit unserem Team und
wissenschaftlicher Unterstützung dieses Projekt aktiv vorangebracht und zum Erkenntnisgewinn beigetragen. Selbstverständlich hätten wir uns gewünscht, dass saisonale Wärmespeicherung am Standort Tiefstack möglich ist. Der
geplante Umbau des Kraftwerks Tiefstack bleibt davon aber unberührt.“

Mike Blicker, NRL-Projektkoordinator ; Mitglied des Leitungsteams CC4E/HAW Hamburg: „Die Beendigung des Projekts ist für das Norddeutsche Reallabor natürlich bedauerlich. Dennoch werden geförderte Verbundvorhaben wie das unsere ja explizit ins Leben gerufen, um die Potenziale und Grenzen innovativer Technologien erproben zu können. Auch wenn der Aquiferspeicher nun nicht an der geplanten Stelle realisiert werden kann, lassen sich wertvolle Erkenntnisse ableiten. Wichtig ist zudem, dass für die Realisierung solcher Innovationen neue Wege gefunden werden, denn die Energiewende braucht auch weiterhin eine mutige Erprobung neuer Technologien.“

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen:
Friederike Grönemeyer
Hamburger Energiewerke GmbH, Unternehmenskommunikation
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