Fernwärmenetz-Ausbau ermöglicht zukünftige Neuanschlüsse
Hamburg, 31.07.2024Foto: Hamburger Energiewerke / Shambroom
Das Fernwärmenetz der Hamburger Energiewerke wird in den kommenden Jahrzehnten stark ausgebaut und verdichtet, um möglichst viele Hamburgerinnen und Hamburger an die zukünftig klimaneutrale Fernwärme anzuschließen.
Die Leitungsbauarbeiten für die neue Fernwärmeleitung Spange Haferweg-Grindel starten mit dem ersten Bauabschnitt im Bereich Osterstraße, Ecke Schwenckestraße mit einem Schacht von sechs Metern Breite und knapp acht Metern Länge. Von dort aus wird die Fernwärmeleitung in Richtung Schwenckestraße gebaut, um sie an das bestehende Stadtnetz anzubinden. Aufgrund der Dimension der Baustelle wird die Osterstraße zwischen Hellkamp und Schwenckestraße für den Durchgangsverkehr gemäß Planungsstand ab dem 5. August 2024 bis November 2024 voll gesperrt. Der Kfz- und Rad-Verkehr wird umgeleitet. Anwohnende können ihre Grundstücke auch weiterhin mit dem PKW erreichen. Auch der Lieferverkehr ist für die dortigen Gewerbetreibenden über Ladezonen möglich, ansonsten werden auf Nachfrage individuelle Lösungen erarbeitet. Die Gehwege bleiben von den Bauarbeiten weitestgehend unbeeinflusst.
Der KfZ-Verkehr wird über die Strecke Schwenckestraße – Lappenbergsallee – Langenfelder Damm – Müggenkampstraße umgeleitet. Die Umleitung für Radfahrende erfolgt über die Strecke Hellkamp – Stellinger Weg – Schwenckestraße. Der Nachtbus 603 wird über die Strecke Schwenckestraße – Lappenbergsallee – Langenfelder Damm in beide Richtungen umgeleitet. Die Haltestelle Methfesselstraße kann nicht angefahren werden, sodass ÖPNV-Kunden alternativ die Haltestellen Apostelkirche und Satoriusstraße nutzen sollten.
Die Spange Haferweg-Grindel – erforderlicher Netzausbau für zukünftig klimaneutrale Fernwärme
Die neue Fernwärmeleitung, die sogenannte Spange Haferweg-Grindel, mit einer Länge von 4,7 Kilometern ist erforderlich, um zukünftig klimaneutrale Fernwärme aus dem Energiepark Hafen in Richtung Eppendorf und Eimsbüttel zu transportieren und dort über zukünftige, neue Hausanschlussleitungen weiterzuverteilen. Die neue Leitung des Hamburger Stadtnetzes verläuft im Wesentlichen vom Haferweg über die Kieler Straße, Osterstraße, Goebenstraße mit Querung des Isebekkanals bis zum Grindelpark.
Der Bau der Fernwärmeleitung erfolgt in vier Bauabschnitten und umfasst neben dem Leitungsbau auch die Errichtung beziehungsweise Erweiterung von erforderlichen Pumpstationen. Die Leitungsbauarbeiten werden auf den Bauabschnitten mit einzelnen, zeitlich weitgehend parallelen Baustellen durchgeführt, um den Gesamtleitungsbau zügig voranzutreiben.
Alle Bautätigkeiten erfolgen in enger Abstimmung mit dem Bezirksamt Eimsbüttel sowie den zuständigen Verkehrsbehörden, um die Verkehrsbeeinträchtigungen für alle Beteiligten räumlich und zeitlich so gering wie möglich zu halten. Außerdem wird gemeinsam geprüft, inwieweit nach erfolgtem Leitungsbau die Straßen- und Wegeoberfläche in der Osterstraße für den Fahrradverkehr optimiert werden kann. Gewerbetreibende, Anlieger und Anwohnende werden über die einzelnen Baustellen rechtzeitig vorab informiert. Die Hamburger Energiewerke stehen auch im engen Austausch mit der Interessengemeinschaft Osterstraße, um die Interessen der Gewerbetreibenden weitreichend berücksichtigen zu können.
Die Hamburger Stadtwärmeerzeugung ändert sich in den kommenden Jahren grundlegend. Bis spätestens 2030 wird die Wärmeerzeugung aus Steinkohle durch die beiden Energieparks Hafen und Tiefstack vollständig ersetzt, bis 2045 wird die Wärmeversorgung klimaneutral. Im Energiepark Hafen liegt der Fokus auf Abwärme aus energieintensiven Industriebetrieben, einer Müllverwertungsanlage und aus Klärwerksprozessen. Der Anteil klimaneutraler Wärme wird zusammen mit der Abwärme aus dem Zentrum für Ressourcen und Energie (ZRE) bei mehr als 55 Prozent liegen.
Dialogangebot der Hamburger Energiewerke zur Spange Haferweg-Grindel
Anlieger und Interessenten können sich mit ihren Fragen und Anliegen bereits heute per E-Mail oder telefonisch an die Baustellenkommunikation der Hamburger Energiewerke wenden oder sich über die Webseite informieren. Während des Leitungsbaus gibt es vor Ort einen Dialog-Container, um eine persönliche Kontaktmöglichkeit zu bieten.
Für das Bauvorhaben Spange Haferweg-Grindel stehen Informations- und Kontaktmöglichkeiten für Gewerbetreibende, Anwohnerinnen und Anwohner wie folgt zur Verfügung:
- Dialogbox (persönliches Dialogangebot immer dienstags und donnerstags von 9-18 Uhr auf Höhe der Osterstraße 120)
- Telefon: 040 6396 - 3442 (erreichbar Montag bis Freitag von 9-18 Uhr)
- E-Mail: energiewende-hamburg@hamburger-energiewerke.de
- Webseite: Projekt Spange Haferweg-Grindel - Hamburger Energiewerke (hamburger-energiewerke.de)
- Energieradar: Auf unserer Internetseite können interessierte Bürgerinnen und Bürger eine Ersteinschätzung über die Anschlusswahrscheinlichkeit Ihrer Immobilie an eines der Wärmenetze der Hamburger Energiewerke erhalten: waerme.hamburger-energiewerke.de
Ansprechpartnerin für Medienvertreter:
Bettina Schwarz
Hamburger Energiewerke GmbH,
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