Fernwärmenetz-Ausbau: Einrichtung einer Fahrradstraße im Baufeld
Hamburg, 31.05.2022In Hamburg-Altona wird auch bei Baustellen an die Radfahrerinnen und Radfahrer gedacht. In der Parkstraße finden dieser Tage zwischen der Klein Flottbeker Straße und der Grottenstraße vorbereitende Maßnahmen für Fernwärme-Leitungsarbeiten statt. Um den Radverkehr sicher durch das Baufeld zu führen, wird dort ab dem 30. Mai eine temporäre Fahrradstraße eingerichtet – ein Novum.
Hintergrund für die temporäre Einrichtung der Fahrradstraße ist die bislang herausfordernde verkehrliche Situation vor Ort. Aktuell gilt für den Straßenabschnitt eine Einbahnstraßenregelung in Richtung Norden. Für Radfahrer in Richtung Süden bedeutet das, dass sie absteigen und ihr Fahrrad schieben müssen, um das Baufeld zu passieren. Das ist insbesondere für Schülerinnen und Schüler misslich, die mit dem Fahrrad ihren Schulweg zum Gymnasium Hochrad zurücklegen. Daher wurde gemeinsam durch die Hamburger Energiewerke, die Straßenverkehrsbehörde, dem LSBG und dem Bezirksamt Altona die Entscheidung für die Einrichtung einer temporären Fahrradstraße im Baufeld getroffen.
Durch die Maßnahme erhalten Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer nun die Möglichkeit, die Straße fahrend in beiden Richtungen zu passieren. Für den Autoverkehr wird die Einbahnstraße in Richtung Norden bestehen bleiben. Die Einrichtung der Fahrradstraße gilt von der Klein Flottbeker Straße bis zur Grottenstraße und wird für die gesamte Bauzeit bis voraussichtlich Ende 2023 aufrechterhalten.
Grund für die Arbeiten ist der Bau der sogenannten Südleitung, die durch einen Tunnel unter der Elbe geführt wird. Die Fernwärmeleitung verbindet künftig den Energiepark Hafen auf der Dradenau mit dem zentralen Fernwärmenetz und soll somit die Ablösung des Kohlekraftwerks in Wedel bis 2025 ermöglichen. Das Konzept „Energiepark Hafen“ setzt vor allem auf die Einspeisung klimaneutraler Abwärme aus Industrieprozessen und einer geplanten Abwasserwärmepumpe in das Fernwärmenetz der Wärme Hamburg. Der Anteil klimaneutraler Wärme wird bei mehr als 55 Prozent liegen.
Bis 2030 leisten die Hamburger Energiewerke mit dem Kohleausstieg den größten Einzelbeitrag zum Erreichen der Hamburger Klimaziele.
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