Drastischer Anstieg der Energiemarktpreise führt zu Preisanpassungen - HAMBURG ENERGIE reagiert auf gestiegene Kosten

Hamburg, 07.12.2021

Fast zwei Jahre lang hat Hamburg Energie die Preise für seine Ökostrom- und Gastarife stabil halten können. Aufgrund drastisch gestiegener Großhandelspreise für Energie, höheren Netznutzungsentgelten und der steigenden CO2-Abgabe bei Gas muss auch der Hamburger Versorger seine Preise zum 1. Februar 2022 erhöhen.

Für einen Hamburger Durchschnitts-Haushalt mit zwei Personen und einem Jahresverbrauch von 2.500 Kilowattstunden fallen für Ökostrom rund drei Euro mehr im Monat an. Der neue Arbeitspreis liegt bei 30,53 Cent pro Kilowattstunde und der Grundpreis bei 10,90 Euro im Monat. Somit liegen die neuen Tarife unterhalb der Grundversorgung in Hamburg.

Für Gas muss ein Hamburger Durchschnitts-Haushalt mit zwei Personen und einem Jahresverbrauch von 10.000 Kilowattstunden rund 18 Euro pro Monat mehr bezahlen. Der neue Arbeitspreis liegt bei 7,45 Cent pro Kilowattstunde und der Grundpreis bei 9,25 Euro im Monat – beides ebenfalls unter dem Preisniveau der Grundversorgung in Hamburg.

Die betreffenden Kund:innen erhalten rechtzeitig persönliche Anschreiben, in denen das Unternehmen sie über die Preisänderungen informiert. Je nach Ausgangspreis und Verbrauchsmenge können die Erhöhungen vertragsindividuell variieren. Hamburg Energie verfolgt eine langfristige Beschaffungsstrategie, um Preisschwankungen an den Energiemärkten abzufedern. Daher wirken sich die aktuellen Marktpreise weniger drastisch auf Tarife für Bestandskunden aus als für Neukunden.

Wesentlicher Faktor für die Kostensteigerung ist der Energiebeschaffungspreis. Dieser ist seit Beginn dieses Jahres um teilweise mehr als 200 % beim Gas und etwa 140 % beim Strom gestiegen. Aber auch die CO2-Abgabe von mittlerweile 0,55 Cent pro Kilowattstunde fällt beim Gaspreis ins Gewicht. Zudem haben sich in Hamburg die Netznutzungsentgelte beim Gas um 3 % und beim Strom um 7 % erhöht. Beim Strom fällt zwar die EEG-Umlage für 2022 geringer aus, dennoch gleicht die Senkung nicht die Steigerungen der Beschaffungskosten aus.

Die Energiebeschaffungspreise steigen weltweit, denn nach der Corona-Krise läuft überall die Wirtschaft wieder an, was zu einer erhöhten Nachfrage führt. Gleichzeitig sorgen die Knappheit bei Rohstoffen wie Gas und Kohle sowie der steigende CO2-Preis für eine Verteuerung der Energie. Ungewöhnlich lange Winter in vielen Regionen befeuerten die globale Nachfrage zusätzlich und sorgten auch in Deutschland für einen Rückgang der Gasreserven. Durch seine vorausschauende Beschaffungsstrategie kann Hamburg Energie vermeiden, die drastischen Kostensteigerungen eins zu eins an seine Kunden weitergeben zu müssen und kann so weiterhin attraktive Konditionen bieten.

Diese Entwicklungen bei den fossilen Energien zeigen auf, wie dringend der Ausbau erneuerbarer Energien weiter vorangetrieben werden muss. Nicht nur aus Klimaschutzgründen, sondern auch um die Abhängigkeit von fossilen Energien und deren Lieferketten zu reduzieren.