Baustart für den Ausbau Deutschlands größter Industrieabwärmenutzung

Hamburg, 27.04.2022

Neue Leitung transportiert klimaneutrale Wärme für 20.000 Haushalte

In der Nordkanalstraße in Hamburg-Hammerbrook haben jetzt die Arbeiten für den Bau einer neuen Fernwärmeleitung begonnen. So wird künftig CO2-freie Industrieabwärme des Multimetall-Anbieters Aurubis AG in die Hansestadt transportiert und der Einsatz fossiler Energieträger weiter reduziert.

Die 2,5 Kilometer lange Leitung verläuft vom Wärmeumformwerk in der Spaldingstraße über den Nagelsweg und den Brandshofer Deich bis zum Anschlusspunkt in die Billhorner Brückenstraße. Die Inbetriebnahme ist für den Beginn der Heizperiode 2024/25 geplant.

Mit der neuen Fernwärmeleitung können ab der Heizperiode 2024/25 rund 20.000 Haushalte mit CO2-freier Industriewärme aus einem Nebenprozess der Kupferproduktion von Aurubis beliefert werden. Dies ist Bestandteil eines Wärmeliefervertrags, den die Aurubis AG und die Hamburger Energiewerke GmbH im Dezember 2021 unterzeichnet haben. Der Einsatz der CO2-freien Industriewärme im Netz der Hamburger Energiewerke verdrängt Wärme, die heute noch aus fossilen Brennstoffen erzeugt wird. So können nach Fertigstellung jedes Jahr bis zu 100.000 Tonnen CO2-Emissionen in der Hansestadt eingespart werden. Die angestrebte Wärmelieferung stellt die größte Nutzung von industrieller Wärme in Deutschland dar. Die Hamburger Energiewerke leisten mit dem Kohleausstieg bis 2030 den größten Einzelbeitrag zum Erreichen der Hamburger Klimaziele.

Die Umbaumaßnahmen im Aurubis-Werk Hamburg werden über das Programm „Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert. Für die Hamburger Energiewerke stehen Zuschüsse für die Errichtung eines Wärmespeichers in 2023 und die begonnene Leitungsanbindung des Industriestandorts auf der Peute über das Programm „Wärmenetze 4.0“ des BMWK in Aussicht. Die Hamburger Energiewerke werden zusätzlich über das von der IFB administrierte BUKEA-Programm „Unternehmen für Ressourcenschutz“ gefördert.

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen:
Karen Kristina Hillmer
Hamburger Energiewerke GmbH, Unternehmenskommunikation
karenkristina.hillmer@hamburger-energiewerke.de
Telefon 040 6396 2732