Technologie-Kombination für nachhaltige dezentrale Energieversorgung

Hamburg, 08.07.2024
Drohnenfoto aus dem Quartier Stellinger Terrassen, zu sehen ist eine Aufnahme eines der Wohngebäude senkrecht von oben, auf dem Dach verlaufen Rohre und Leitungen aus Edelstahl für Abluft und Wärmetauscher, dazwischen stehen dunkelblaue Photovoltaikmodule.

Für das neue Quartier Stellinger Terrassen bieten die Hamburger Energiewerke ein ganzheitliches und klimafreundliches Konzept zur Strom- und Wärmeversorgung

Die Hamburger Energiewerke haben für das neue Quartier "Stellinger Terrassen" ein nachhaltiges Energiekonzept umgesetzt. Die Kombination verschiedener umweltfreundlicher Technologien senkt den CO2-Fußabdruck deutlich unter den bundesweiten Vergleich.

Das kombinierte Energiekonzept im neuen Wohnquartier "Stellinger Terrassen" zeigt eindrücklich, wie eine dezentrale und nachhaltige Energie- und Wärmeversorgung schon heute aussehen kann. Für das erste von mehreren Bauprojekten auf dem Areal der „Neuen Mitte Stellingen“ haben die Hamburger Energiewerke zahlreiche Technologien für ein klimafreundliches Konzept miteinander kombiniert. Ein Großteil der verwendeten Energie kann damit direkt vor Ort erzeugt werden. Dafür sind neben einer Wärmepumpe und einer Photovoltaikanlage zum Beispiel auch Erdwärmesonden im Einsatz. Die Energieversorgung für die 141 Wohnungen kommt bereits jetzt zu mehr als 50 Prozent aus erneuerbaren Energien.

Foto aus der Wärmezentrale im Keller unter dem Quartier Stellinger Terrassen; im Hintergrund sind grau verkleidete isolierte Wärmespeicher zu sehen, der zentral im Bild stehende kleine graue Würfel ist die Wärmepumpe von Vissmann.

 

Kernstück des Wärmesystems im Quartier ist eine Luftwärmepumpe, die von zwei Blockheizkraftwerken (BHKW) unterstützt wird. Sie ist so ausgelegt, dass sie das gesamte Jahr über als Grundlasterzeuger für das Quartier funktioniert. Die Luftwärmepumpe nutzt dazu verschiedene Energiequellen: Erdwärme von elf Erdsonden, die Abluft der BHKWs und die Abluft des Gebäudes. Der Betrieb erfolgt zu 100 % mit Ökostrom. 

Die BHKW-Module unterstützen die Wärmeversorgung, insbesondere in den Übergangszeiten Frühjahr und Herbst, und stellen während der Sommermonate die Warmwasserversorgung sicher. Zwei zusätzliche Spitzenlastkessel gewährleisten die Versorgungssicherheit auch an besonders kalten Tagen mit einem erhöhten Wärmebedarf im Quartier.

Pufferspeicher in der Heizzentrale dienen zur Speicherung von Wärme, die über den Tagesverlauf von den Anlagen erzeugt, aber erst zu bestimmten Lastspitzen (besonders morgens) benötigt wird. Die Speicher machen es auf diese Weise möglich, den Wärmebedarf von der Wärmeerzeugung teilweise zu entkoppeln – und so die Nutzung der umweltfreundlichen Wärmeerzeuger bestmöglich zu maximieren.

Auch das lokale Wärmenetz für das Quartier wurde speziell auf das Energiekonzept hin ausgerichtet. Ein Vierleiter-Wärmenetz sorgt für eine optimale Effizienz der Energieerzeugung und -verteilung. Zwei Leitungen werden für die Verteilung von Niedertemperaturwärme (NT) und zwei für die Verteilung von Hochtemperaturwärme (HT) verwendet. Die NT-Leiter dienen zur Versorgung der Flächenheizungen und zum Vorwärmen des Trinkwassers. Die HT-Leiter dienen ausschließlich zur Trinkwassernacherwärmung.

Neben dem Wärmekonzept wird an verschiedenen Stellen im Quartier auch Strom gewonnen. Auf dem Dach des Quartiers wandelt eine Photovoltaikanlage mit insgesamt 79 Solarmodulen und einer Leistung von 30 KWp Sonnenlicht in Ökostrom um. Auch in den beiden BHKW-Modulen wird dank der Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung nicht nur Wärme, sondern auch Strom erzeugt. Der hohe Wirkungsgrad macht diese Anlagen besonders effizient. 

Der gewonnene Strom wird zur direkten Versorgung der Bewohner über ein eigenes Netz im Quartier verwendet. Er dient auch für den Allgemeinstrom in den Gebäuden sowie zur Eigenbedarfsdeckung der Energiezentrale. Verbleibender Stromüberschuss wird in das öffentliche Netz gespeist.

Drohnenfoto aus dem Quartier Stellinger Terrassen, zu sehen ist eine Nahaufnahme des Daches eines der Wohngebäude, auf dem Dach verlaufen Rohre und Leitungen aus Edelstahl für Abluft und Wärmetauscher, dazwischen stehen dunkelblaue Photovoltaikmodule. Im Hintergrund sind weitere Gebäude des Quartiers zu sehen, darüber blauer Himmel mit weißen Wolken.

 

Foto von einer in der Tiefgarage der Stellinger Terrassen installierten Wallbox, links Anschnitt zu sehen ist ein dunkel lackiertes Elektroauto zu sehen, dessen Ladeklappe geöffnet ist. Ein Ladekabel verbindet das Auto mit der Wallbox.

 

Auch beim Thema Verkehrs- und Mobilitätswende setzt das Quartier auf umweltfreundliche Lösungen. Ein Viertel aller Parkplätze ist bereits mit Wallboxen ausgestattet. Mittelfristig soll jeder Stellplatz eine Lademöglichkeit haben. Zusätzlich gibt es vier Switch-Parkplätze vom HVV mit Ladesäulen vor der Haustür. So bietet das Quartier auch Haushalten Möglichkeiten, die über kein eigenes E-Fahrzeug verfügen. 

Vorteilstarif
MeinQuartierstrom

Für die Bewohner zahlreicher Hamburger Quartiere, in denen die Hamburger Energiewerke Wärmekonzepte mit Kraft-Wärme-Kopplung umgesetzt haben, gibt es ein exklusives Angebot:  den besonderen Vorteilstarif MeinQUARTIERSTROM.  Der Tarif ist selbstverständlich flexibel monatlich kündbar und beinhaltet eine eingeschränkte Preisgarantie (auf Energiepreis und Netzentgelte).

 

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