Neue Low-DC-Ladesäulen für Hamburg

Magazin, 10.08.2026
Die Hamburger Energiewerke Mobil (HEnW Mobil) bauen die öffentliche Ladeinfrastruktur in Hamburg weiter aus und ergänzen ihr Angebot durch eine neue Ladetechnologie. Gemeinsam mit Wirtschaftssenatorin Dr. Melanie Leonhard hat Michael Prinz, Geschäftsführer der Hamburger Energiewerke, die beiden neuen Low-DC-Ladesäulen in der Grünebergstraße vorgestellt.

Die öffentliche Ladeinfrastruktur in Hamburg wächst – und die Hamburger Energiewerke Mobil (HEnW Mobil) ergänzen ihr Angebot jetzt durch eine neue Ladetechnologie: Low-DC schließt die Lücke zwischen klassischem AC-Laden und High-Power-Charging (HPC).

Die Nutzung des Hamburger Ladenetzes nimmt weiter zu: Allein für dieses Jahr verzeichnet die HEnW Mobil bereits eine Million Ladevorgänge an den eigenen Säulen. Das sind 22 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2025. Denn auch der Bedarf wächst weiter mit: 28,2 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen in Hamburg entfallen inzwischen auf Elektrofahrzeuge.

Warum errichtet die HEnW Mobil Low-DC Ladesäulen?

Die neuen Low-DC Ladesäulen decken einen Leistungsbedarf zwischen den bisherigen Angeboten ab. Das schließt die Lücke zwischen klassischem AC-Laden und High-Power-Charging (HPC) und eignet sich insbesondere für dicht bebaute Stadtquartiere sowie sogenannte Points of Interest, an denen Fahrzeuge typischerweise für einen begrenzten Zeitraum abgestellt werden. 

Der Ausbau und das Angebot der städtischen Ladeinfrastruktur folgt dabei dem unterschiedlichen Bedarf im Stadtgebiet: 

  • In Wohnquartieren stehen Fahrzeuge häufig über mehrere Stunden oder über Nacht – AC-Ladepunkte sorgen hier für eine konstante Versorgung über die Standzeit. 
  • Beim Einkaufen, beim Sport oder bei Arztbesuchen bleibt das E-Auto meist deutlich kürzere Zeit stehen und benötigt damit eine höhere Ladeleistung. Low-DC soll hier in Zukunft vermehrt zum Einsatz kommen.
  • Entlang wichtiger Verkehrsachsen ist zudem schnelles Laden gefragt, da hier nur kurz Energie für den nächsten Streckenabschnitt geladen werden soll. 

Die jeweiligen Szenarien und Nutzungsprofile sind die Grundlage für den bedarfsgerechten Ausbau und den Technologiemix, den die HEnW Mobil zum Einsatz bringt. Die Errichtung neuer Standorte und der Ausbau bestehender Ladeinfrastruktur werden auf Grundlage datenbasierter Analysen, lokaler Erfahrungen, eingehender Hinweise über die Unternehmenswebseite sowie der Vorgaben der Freien und Hansestadt Hamburg gefällt.

Schnellladesäule der HEnW Mobil mit Logo der Hamburger Energiewerke.

Welche Vorteile bieten Low-DC Ladesäulen?

Mit Low-DC, also Niedrigleistungs-Gleichstromladen, bringen die HEnW Mobil als erster Anbieter eine neue Ladetechnologie in den öffentlichen Raum der Stadt Hamburg. 

  • Low-DC bietet eine deutlich höhere Ladeleistung als herkömmliche AC-Ladepunkte.
  • Gleichzeitig lässt sich die neue Technologie platzsparend in den öffentlichen Raum integrieren.
  • Low-DC stellt auch geringere Anforderungen an das Stromnetz als ein HPC-Lader, was in bestehenden urbanen Strukturen zusätzlich von Vorteil ist. 

Die Hamburger Energiewerke Mobil betreiben derzeit mehr als 2.150 AC-Ladepunkte und über 150 Schnellladepunkte (HPC). Low-DC ergänzt dieses Angebot künftig um eine weitere Ladetechnologie für Standorte mit mittleren Aufenthaltszeiten.

Neben dem Pilotstandort in der Paul-Sorge-Straße in Niendorf und einer Low-DC Ladesäule in der Grünebergstraße, die derzeit in Betrieb genommen wird, befinden sich weitere 13 Standorte bereits in Planung und Umsetzung.

Eine Frau schließt ein Elektroauto an einen Ladepunkt an. Foto: Hamburger Energiewerke Mobil