Förderbescheid für Hamburgs Green Hydrogen Hub

Hamburg, 15.07.2024
Eine Zeichnung des Hamburg Green Hydrogen Hub.

Bund und Land Hamburg fördern grünen Wasserstoff aus dem Hafen für die Dekarbonisierung von Hamburgs Industrie.

Am Standort des ehemaligen Kohlekraftwerks Moorburg errichten wir zusammen mit Luxcara Hamburgs Green Hydrogen Hub (HGHH). Der Bund und das Land Hamburg fördern unser Projekt mit 154,1 Millionen Euro.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck übergab am 15. Juli 2024 in Berlin die Fördermittelbescheide für zwei große Hamburger Wasserstoffprojekte. Gemeinsam mit unserem Projektpartner Luxcara erhalten wir Fördermittel in Höhe von 154,1 Millionen Euro für den geplanten Hamburg Green Hydrogen Hub (HGHH). Dafür wollen wir auf dem Gelände des ehemaligen Kohlekraftwerks Moorburg einen 100 MW-Elektrolyseur für grünen Wasserstoff errichten. Auch unser Schwesterunternehmen Gasnetz Hamburg erhält Mittel für ein Projekt im Rahmen des Wasserstoffhochlaufs. Denn für die Belieferung der Industriestandorte im Hamburger Hafen ist ein Wasserstoff-Verteilnetzwerk notwendig. Der Bau der ersten 40 Kilometer wird ebenfalls vom Bund und der Freien und Hansestadt Hamburg gefördert. Gemeinsam beläuft sich die gesamte Fördersumme auf 250 Millionen Euro.

Gruppenfoto von der Übergabe der Fördermittelbescheide für Wasserstoffprojekte in ganz Deutschland: ganz links Christian Heine, Sprecher der Geschäftsführung der Hamburger Energiewerke im grauen Anzug, rechts daneben Jens Kerstan, Hamburger Senator für Umwelt und Energie im blauen Anzug. Daneben weitere Personen mit großformatigen Fördermittelbescheiden. Vorne rechts im Bild Wirtschaftsminister Robert Habeck.

 

"Einmal mehr sind unsere städtischen Unternehmen Treiber der Energiewende. Zukünftig können wir mit Hilfe des Elektrolyseurs grünen Wasserstoff erzeugen und legen damit den Grundstein für eine zügige Dekarbonisierung der Industrie."


 - Jens Kerstan, Senator für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft

Der nationale Förderbescheid gibt uns und unseren Projektpartnern die nötige Planungssicherheit, um mit der eigentlichen Umsetzung zu beginnen. Dafür wurde in den vergangenen Monaten bereits viel Vorarbeit geleistet. Im Vorfeld hatten die Hamburger Energiewerke den Standort Moorburg von Vattenfall erworben. Das dortige Kohlekraftwerk war bereits im Juli 2021 im Rahmen des deutschen Kohleausstiegs nach sechs Jahren Betriebszeit stillgelegt worden. 

 

Seit dem 1. März 2023 gehören die entsprechende Gesellschaft, der Energie Hub Moorburg, mit 94 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Gebäude, verbliebenen Komponenten sowie das zugehörige Grundstück an der Moorburger Schanze zum städtischen Energieversorger. Die Kolleginnen und Kollegen vom Energie Hub setzen bereits mit großem Engagement den Rück- und Umbau des ehemaligen Kohlekraftwerks Moorburg um. Damit legen wir den Grundstein dafür, dass wir am Standort Moorburg einen 100 MW Elektrolyseur für grünen Wasserstoff errichten können.

"Mit unserem Elektrolyseur und der geplanten Skalierung tragen wir dazu bei, den Hafen und die umliegenden Industrien zu dekarbonisieren. Dank der Förderzusage durch die Politik haben wir jetzt Planungssicherheit und können ein Projekt in dieser Größenordnung auch umsetzen."


 - Christian Heine, Sprecher der Geschäftsführung Hamburger Energiewerke

Wie geht es beim Hamburg Green Hydrogen Hub weiter?

Aktuell wird das ehemalige Kohlekraftwerk Moorburg zurückgebaut, um Platz für den 100 MW-Elektrolyseur zu schaffen. Teile der vorhandenen Infrastruktur und der Anlagen können zukünftig weitergenutzt werden. So bleiben beispielsweise die Anlagen zur Wasseraufbereitung, die Infrastruktur an der Kaikante, aber auch das Werkstatt- und Lagergebäude erhalten. Der bereits vorhandene Anschluss an das Höchstspannungsnetz, über den künftig der Strom aus erneuerbaren Energien für den Elektrolyseur geliefert wird, wird umgebaut und versetzt. Die dafür notwendigen Planungen laufen. Der Elektrolyseur wird vorrausichtlich 2027 den kommerziellen Betrieb aufnehmen.