Fernwärmeziele 2024 übertroffen

Magazin, 11.03.2025
Auf dem Bild ist das moderne BORX-Bürogebäude zu sehen. Es besteht aus mehreren Stockwerken mit großen Fenstern und überwiegend Backsteinfassaden. Dazwischen liegt ein begrünter Innenhof mit Bäumen, Sträuchern und Sitzbereichen, in dem sich einige Menschen aufhalten. Unter dem Hof befinden sich verglaste Räume im Erdgeschoss. 

Foto: dreidesign für STRABAG Real Estate

Auch 2024 war unsere Fernwärme stark gefragt: Insgesamt 262 Vertragsabschlüsse mit einer Gesamtwärmeleistung von fast 94 Megawatt übertreffen das uns selbst gesteckte Ziel von 41 Megawatt deutlich. Und sie sichern den Netzausbau für kommende Jahre.

Fernwärme in Hamburg

In Hamburg unterscheiden wir verschiedene Fernwärmenetze. Das größte ist dabei das von uns sogenannte "Stadtnetz". Es ist eines der größten Fernwärmesysteme in Deutschland und versorgt knapp 540.000 Wohneinheiten in der Hansestadt mit Wärme. Das umfangreiche Rohrleitungssystem erstreckt sich über etwa 860 Kilometer und umfasst rund 12.000 Übergabestationen. 
Dazu kommen noch kleinere "Inselnetze", die nicht Teil des großen Fernwärmenetzes sind – zum Beispiel rund um den Energiebunker in Wilhelmsburg. Auch Netze von Wohnquartieren, in denen wir eigene dezentrale Energieanlagen betreiben, gehören dazu.

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Den größten Anteil machen nach wie vor geplante Anschlüsse für das Hamburger Stadtnetz aus. Dazu zählen auch unseren beiden neuen Großkunden Lufthansa Technik und Flughafen Hamburg. 25 neue Wärmeabnehmer gibt es im Bereich der Dezentralen Netze. 2024 bestätigt den Trend der vergangenen Jahre: Fernwärme bleibt für Großkunden und Wohnungsbaugesellschaften eine attraktive Alternative für eine verlässliche und klimafreundliche Wärmeversorgung.

Auch der Ausbau und die Verdichtung des Stadtnetzes kamen erfolgreich voran: Die Anzahl der versorgten Wohneinheiten1 stieg im vergangenen Jahr 2024 auf mehr als 538.000 (2023: 525.000 Wohneinheiten). Über Dezentrale Netze werden weitere 23.200 Wohneinheiten mit heißem Wasser zum Duschen und Heizen versorgt. Insgesamt lieferten die Hamburger Energiewerke eine vertraglich zugesicherte Wärmeleistung von 1.980 MW th. Der Wärmeabsatz des Unternehmens belief sich somit auf eine Gesamtmenge von 3.780 Gigawattstunden.

"Der Vertragsabschluss mit Lufthansa Technik und dem Flughafen Hamburg war ein Meilenstein – auch für unsere Wachstumspläne im Norden. Die neue Fernwärmeleitung bietet uns als Zukunftsachse Nord die Chance in den kommenden Jahren weitere mehrgeschossige Gebäude an das Stadtnetz anzuschließen."

Michael Prinz, Geschäftsführer der Hamburger Energiewerke

BORX

Zu den neuen Kunden des großen Stadtnetzes gehören Neubauprojekte und Bestandsgebäude gleichermaßen. Im Normannenweg unweit des Berliner Tors entsteht das Bürogebäude BORX der STRABAG Real Estate. Der Gebäudekomplex bietet Raum für Ladengeschäfte, Gastronomie und Büroflächen, die alle ab der für 2026 geplanten Fertigstellung mit Wärme aus dem Stadtnetz versorgt werden.

Auf dem Bild ist das moderne BORX-Bürogebäude zu sehen. Es besteht aus mehreren Stockwerken mit großen Fenstern und überwiegend Backsteinfassaden. Dazwischen liegt ein begrünter Innenhof mit Bäumen, Sträuchern und Sitzbereichen, in dem sich einige Menschen aufhalten. Unter dem Hof befinden sich verglaste Räume im Erdgeschoss. 

Foto: dreidesign für STRABAG Real Estate
Luftbild des Morellenquartiers mit verschiedenen Wohngebäuden, auf deren Dächern Solaranlagen stehen.

Morellenquartier

Die HANSA Baugenossenschaft eG saniert aktuell das Morellenquartier im Stadtteil Marienthal. Es stammt bereits aus den 1960er Jahren, die 225 Wohneinheiten wurden bislang aus einem Heizhaus mit einer Gaskesselanlage versorgt. Zukünftig wird hier ebenfalls heißes Wasser des Stadtnetzes die Wohnungen wärmen. Aktuell wird dafür eine 900 Meter lange Leitung den Holstenhofweg bis zum Schimmelmannsweg verlegt. Die Fertigstellung ist für 2026 geplant. Das Projekt zeigt, wie bereits bestehende, ältere Quartiere defossilisiert werden können. Die Fernwärmeversorgung ist dafür ein Baustein der Klimaschutzstrategie der HANSA.

Hamburger Großmarkt

Ein Hamburger Wahrzeichen zählt zukünftig auch zu den Kunden unserer Fernwärme: Der Hamburg Großmarkt für Obst, Gemüse und Blumen, vielen vor allem durch seine geschwungene Dachkonstruktion bekannt, bezieht demnächst seine Wärmeenergie ebenfalls von den Hamburger Energiewerken.

Foto aus einer Halle des Hamburger Großmarktes für Obst und Gemüse mit verschiedenen Kisten und Gabelstaplern.