Ein Jahr in Zahlen

03.06.2024
Die Geschäftsführung der Hamburger Energiewerke gemeinsam mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden: Michael Prinz, Kirsten Fust, Christian Heine und Senator Jens Kerstan (v.l.n.r.)

Mit unserem aktuellen Geschäftsbericht blicken wir zurück auf das Jahr 2023.

In unserem Element
In unserem Element

Ob Klimawandel, Energiewende oder demographischer Wandel – als städtischer Energieversorger stellen wir uns vielen verschiedenen Herausforderungen. In unserem Geschäft vereinen wir Klimaschutz mit Versorgungssicherheit. Und wir machen uns stark für sichere Arbeitsplätze mit hervorragenden Perspektiven für die Zukunft.
Den Beleg dafür liefern wir in unserem aktuellen Geschäftsbericht für das Jahr 2023. Denn mit unserem Engagement für die ganzheitliche Energiewende hier in Hamburg sind wir vor allem eines: in unserem Element.

Zum Geschäftsbericht

Unsere Geschäftsführung hat das Unternehmensergebnis für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 vorgestellt. Den Erlös von über 86 Millionen Euro, der die Erwartungen um etwa 6 Millionen Euro übertroffen hat, führen wir vollständig an unsere Eigentümerin, die Freie und Hansestadt Hamburg ab. 

Darüber hinaus sind wir aber auch mit dem Verlauf zahlreicher Projekte sehr zufrieden. Viele Bauvorhaben für den Kohleausstieg bis 2030 sind im letzten Jahr gut vorangekommen. Dazu gehören der Bohrstart für die Fernwärmeleitung unter der Elbe oder der Wärmespeicher auf der Peute für die Nutzung von Aurubis-Abwärme. Dank der hohen Nachfrage nach Fernwärme konnten wir Verträge in Höhe von 39,5 Megawatt thermischer Leistung abschließen. Viele der laufenden Projekte zahlen dabei auf unser Ziel ein, bis 2030 die Fernwärme deutlich klimafreundlicher zu erzeugen. Größter Hebel dafür sind die beiden modularen Erzeugerparks Energiepark Hafen und Energiepark Tiefstack, welche die Heizkraftwerke Wedel und Tiefstack ersetzen werden. So lassen sich die CO2-Emissionen der Stadtwärme um 70 bis 80 Prozent gegenüber 2020 reduzieren. Das ist der größte Einzelbeitrag zu Hamburgs Klimazielen.

Im Rahmen der Kommunalen Wärmeplanung der Stadt Hamburg und u. a. auf Grundlage des städtischen Wärmekatasters arbeiten wir bereits am Transformationsplan für das Stadtnetz, der den Weg ab 2030 hin zur Klimaneutralität in 2045 aufzeigt. Das Zielszenario enthält Angaben über die zukünftigen klimaneutralen Wärmequellen sowie die Ausbau- und Verdichtungsgebiete des Stadtnetzes, um möglichst viele weitere mehrgeschossige Gebäude an die zukünftig klimaneutrale Fernwärme anschließen zu können.

 

Investitionen in grüne Energien

Mit der Energie- und Wärmewende steigt der Grünstrombedarf für neue Technologien – auch bei uns. In der Wärmeerzeugung, beim Ladestrom für Elektrofahrzeuge und für unser Privatkundengeschäft benötigen wir mit jedem erfolgreichen Geschäftsjahr auch immer mehr Ökostrom. Deshalb bauen wir unser Portfolio an Erneuerbare Energien weiter aus: mit neuen Projekten für Freiflächen-Photovoltaik, On- und Offshore-Windkraft. Das schafft Unabhängigkeit von Energielieferanten und trägt zur Versorgungssicherheit und Preisstabilität bei. Bis 2030 wollen wir mit eigene Anlagen 800 Gigawattstunden Ökostrom liefern und damit zirka ein Drittel des eigenen Strombedarfs decken.

 

E-Mobilität

Auch bei der Mobilitätswende bleiben wir dran. Als städtischer Energieversorger engagieren wir uns für den Ausbau der Ladeinfrastruktur und eine bessere Verfügbarkeit im privaten wie öffentlichen Raum. Über 1.100 Ladepunkte für Unternehmen und die Immobilienwirtschaft haben wir bereits seit 2018 installiert, alleine 335 im vergangenen Jahr. Anfang 2024 hat unser Tochterunternehmen HEnW Mobil alle 1.600 Ladepunkte der städtischen Ladeinfrastruktur von der Stromnetz Hamburg übernommen. Von den für 2024 geplanten 200 Ladepunkten haben die Kolleginnen und Kollegen aus diesem neuen Team bereits 94 installiert und in Betrieb genommen.

Pressemitteilung: Stadtnetz nimmt Kurs auf Klimaneutralität in 2045

Die Hamburger Energiewerke (HEnW) schließen das Geschäftsjahr 2023 mit einem sehr guten Ergebnis von 86,2 Millionen Euro ab und zeigen sich sehr zufrieden mit dem Geschäftsergebnis.

Die Erwartungen wurden sogar um zirka sechs Millionen Euro übertroffen. Das Jahresergebnis wird in voller Höhe an die Freie und Hansestadt Hamburg abgeführt. Im Zeitraum 2022 bis 2028 investiert das städtische Unternehmen rund 2,85 Milliarden Euro in die Hamburger Wärmewende. Dafür haben die HEnW in 2023 Darlehensverträge mit einem Gesamtvolumen von knapp 650 Millionen Euro mit unterschiedlichen Banken und Konsortien abgeschlossen. Auch in 2024 soll weiteres Fremdkapital eingeworben werden.

Zur Pressemitteilung