Aktuelle Entwicklung der Energiemärkte
Hamburg, 22.03.2022Weiter steigende Handelspreise für Strom und Gas
Zur Zeit kennt der Energiepreis nur eine Richtung: nach oben. In den ersten Monaten des neuen Jahres haben die Einkaufskosten für Strom und Gas nie dagewesene Höchststände erreicht. Fast jeden Monat stellen sich neue Preisrekorde ein, gleichzeitig schwankt der Handelspreis sehr stark. Als Ihr städtischer Ökostromversorger behalten wir den Markt und die weitere Entwicklung für Sie bestmöglich im Blick.
Seit Anfang 2021 beobachten wir steigende Handelspreise für Strom und Gas. Nach einem kontinuierlichen Aufwärtstrend über den Sommer zeigten sich Ende letzten Jahres sowohl im Strom- als auch im Gasmarkt dramatische Preisanstiege mit einigen besonders starken Schwankungen, wie wir sie bis dahin an den Energiemärkten noch nie gesehen hatten. Im Strom verteuerten sich die Preise im letzten Jahr um über 145%, im Gas sogar um etwa 200%. Diese dramatische Entwicklung an den Energiemärkten machte bereits Ende 2021 Preisanpassungen für Bestandskunden flächendeckend für sehr viele Energieversorger in Deutschland unvermeidlich. Viele Versorgungsunternehmen – darunter auch E.on, Lichtblick und zahlreiche Stadtwerke – stellten den Neukundenvertrieb zumindest im Gas zeitweilig ein, weil die damit verbundenen Risiken zu hoch erschienen. Energiemengen für Neukunden konnten einfach nicht mehr zuverlässig zu stabilen Preisen eingekauft werden.
Seit Anfang 2021 beobachten wir steigende Handelspreise für Strom und Gas. Nach einem kontinuierlichen Aufwärtstrend über den Sommer zeigten sich Ende letzten Jahres sowohl im Strom- als auch im Gasmarkt dramatische Preisanstiege mit einigen besonders starken Schwankungen, wie wir sie bis dahin an den Energiemärkten noch nie gesehen hatten. Im Strom verteuerten sich die Preise im letzten Jahr um über 145%, im Gas sogar um etwa 200%. Diese dramatische Entwicklung an den Energiemärkten machte bereits Ende 2021 Preisanpassungen für Bestandskunden flächendeckend für sehr viele Energieversorger in Deutschland unvermeidlich. Viele Versorgungsunternehmen – darunter auch E.on, Lichtblick und zahlreiche Stadtwerke – stellten den Neukundenvertrieb zumindest im Gas zeitweilig ein, weil die damit verbundenen Risiken zu hoch erschienen. Energiemengen für Neukunden konnten einfach nicht mehr zuverlässig zu stabilen Preisen eingekauft werden.
Warum teurer Strom aus Kohle oder Gas auch den Preis für Ökostrom mitbestimmt
Die Gründe für die Turbulenzen sind vielfältig: Nachholeffekte aus der Corona-Pandemie und die damit steigende Nachfrage spielen genauso eine Rolle, wie weltweit knappe Rohstoffe und steigende CO2-Preise. Im Gasmarkt verschärften historisch niedrige Gasspeicherstände vor dem Winter die Situation. Trotz aller Bemühungen der letzten Jahre ist der Anteil fossiler Brennstoffe an der Energieversorgung auch hier in Deutschland noch immer so groß, dass diese Auswirkungen unmittelbar unseren Strompreis mitbestimmen. Wird Kohle teurer, steigt der Handelspreis an der Strombörse – und an diesem orientieren sich alle Marktteilnehmer, egal ob Kohlekraftwerk, Gasturbine, Windrad oder Solarpark.
Auch 2022 keine Beruhigung in Sicht
Diese Entwicklung setzt sich leider auch 2022 weiter fort. In den ersten Monaten haben wir, nicht zuletzt auch wegen der sich dramatisch zuspitzenden globalen Situation, noch einmal stärkere Preisschwankungen und insgesamt einen weiteren starken Anstieg der Energiepreise beobachtet. Während Anfang 2021 der Strompreis noch bei durchschnittlich 6 Cent pro Kilowattstunde lag, ist er zwischenzeitlich in der Spitze auf fast 35 Cent gestiegen und bewegt sich weiterhin auf einem sehr hohen, aber auch weiterhin stark schwankenden Niveau.
Diese weiterhin dramatische Preissituation an den Energiemärkten macht sich bei vielen Versorgern in fast allen Angeboten bemerkbar. Ob Haushaltsstrom, Ladestrom oder Gas – viele Wettbewerber mussten wiederholt ihre Preise anpassen und teilweise drastisch erhöhen. In dieser aktuellen Situation mussten auch wir bei Hamburg Energie zuletzt die Preise für unseren Ladestromtarif HORIZONT MOBIL anpassen. Andere Stromanbieter haben den aktiven Vertrieb zwischenzeitlich ganz eingestellt und bieten Neukunden aktuell keine Tarife an.
Wir hier bei Hamburg Energie behalten in der aktuellen Lage die Entwicklung der Märkte weiter für Sie im Blick. Nach wie vor gilt für uns: Wir beteiligen uns nicht an kurzfristigen Marktspekulationen. Wir verfolgen eine möglichst vorausschauende Beschaffungsstrategie, sofern die Marktlage dies zulässt. Ökostrom und Gas kaufen wir längerfristig und in kleinen Chargen ein, was Kostenrisiken minimiert. Dadurch konnten wir in de Vergangenheit Preisanstiege für unsere Kundinnen und Kunden abfedern. In der aktuellen Lage gilt aber auch mehr denn je: Eine seriöse Prognose darüber, wie sich die Preise künftig entwickeln werden, kann kein Energieversorger abgeben.
Ökostrom mit Heimvorteil
Die Lösung für die aktuelle Lage liegt auf der Hand: mehr erneuerbare Energien. Sonne und Wind haben quasi Heimvorteil – sie stehen uns als Energieressource hier vor Ort in der Hansestadt zur Verfügung. Regionaler Ökostrom braucht weder Pipelines noch Kohletransporte vom anderen Ende der Welt. Wenn wir also noch mehr auf Hamburgs steife Brise und die Sonne auf den Dächern unserer Stadt setzen, wenn wir noch mehr Biomasse wie Grünschnitt, Klärschlamm und Bioabfälle nutzen, wären wir weniger abhängig von Rohstoffimporten und international gehandelten Brennstoffen.
Doch auch wenn wir uns als städtischer Ökostromversorger massiv hier vor Ort für den Ausbau erneuerbarer Energien einsetzen: Die Leistung, die unter den politischen Rahmenbedingungen der letzten 10 Jahre in Deutschland insgesamt errichtet werden konnte, reicht leider noch immer nicht aus, um den Markt und damit den Preis zu dominieren. Die akute Preissituation können wir also nicht lindern.
Doch wir packen es an. Seit der Gründung von Hamburg Energie 2009 investieren wir hier vor Ort in erneuerbare Energien und sind heute der größte Produzent von Wind- und Solarstrom in der Hansestadt. Wir entwickeln weiter Projekte für noch mehr Windräder im Hamburger Hafen, wir bringen noch mehr Solaranlagen auf Hamburgs Dächer, wir erschließen mit unserem Geothermieprojekt in Wilhelmsburg die Erdwärme unter unseren Füßen. Auch darüber hinaus ist Hamburg mit vielen Initiativen und den neuen Rahmenbedingungen, die das Hamburgische Klimaschutzgesetz geschaffen hat, auf einem guten Weg. Langfristig muss das Ziel sein: Energie aus der Region, für die Region. Daran werden wir weiter arbeiten.