Ihre Fragen
Sie haben Fragen zum Projekt Fernwärmeausbau-Nord? Bitte richten Sie diese per Mail an fernwaermeausbau-nord@hamburger-energiewerke.de.
Ihre häufigsten Fragen beantworten wir gerne bereits an dieser Stelle.
Allgemein
Ziel dieses Projekts ist der Ausbau des Stadtnetzes der Hamburger Energiewerke in Richtung Norden. Hierbei sollen der Hamburger Flughafen und die Lufthansa Technik AG als neue Ankerkunden über die neu zu errichtenden Leitungen mit Stadtwärme versorgt werden. Langfristig ist geplant, in Folgeprojekten weitere Kunden im Norden Hamburgs an diese Leitung anzuschließen, um die Versorgung mit umweltfreundlicher Wärme weiter auszubauen.
Die Gesamtlänge beträgt 4,7 Kilometer. Sie verläuft ausschließlich im Bezirk Hamburg-Nord (Stadtteile: Winterhude (0,18 km), Alsterdorf (1,27 km), Fuhlsbüttel (1,95 km) und Groß Borstel (1,3 km)
Die Trasse beginnt im Süden an der Otto-Wels-Straße Ecke Sydneystraße mit einem Schacht- und Übergangsbau, der an den Bestandsschacht und das bestehende Fernwärmesystem angebaut wird. Von dort führt sie Richtung Norden und verläuft entlang der gesamten Traute-Lafrenz-Straße. Eine Besonderheit des Projekts ist die Alsterquerung. Die Fernwärmeleitung wird unterhalb der Traute-Lafrenz-Brücke über den Fluss geführt. Am Ende der Traute-Lafrenz-Straße schwenkt die Trassierung Richtung Westen in die Obenhauptstraße und anschließend wieder Richtung Norden in die Sportallee.
Auf der Kreuzung Sportallee/Weg beim Jäger teilt sich die Trasse in zwei Anschlüsse, in westliche Richtung zur Lufthansa Technik und in östliche Richtung zum Flughafen Hamburg. Die Trasse zur Lufthansa Technik führt über den Weg beim Jäger West, verschwenkt dann Richtung Norden und endet an der Heizzentrale der Lufthansa Technik. Die Trasse zum Flughafen Hamburg verläuft zunächst auf dem Weg beim Jäger Ost, schwenkt dann auf den Airportparkplatz und führt entlang der Flughafenstraße Richtung Nord-Ost zur Heizzentrale des Flughafen Hamburg.
Die jährliche Reduzierung der CO2-Emissionen beträgt zirka 17.000 Tonnen. Das entspricht der Versorgung von rund 17.000 Wohneinheiten mit zukünftig klimaneutraler Stadtwärme. Eine Wohneinheit entspricht dem Wärmebedarf einer 70m2-Standardwohnung mit einem jährlichen thermischen Energieverbrauch von rund 8.500 Kilowattstunden (kWh/a).
Wir setzen verschiedene Maßnahmen ein, um die Öffentlichkeit über das Projekt zu informieren.
Dazu gehören Presseinformationen sowie eine Projektpräsentation auf www.hamburger-energiewerke.de/fernwaermeausbau-nord.
Für Rückfragen und weitere Informationen bieten wir eine Servicenummer und eine eigens eingerichtete E-Mail-Adresse an.
Darüber hinaus verteilen wir bedarfsabhängig Informationsschreiben in den betroffenen Gebieten, um die Anwohnerinnen und Anwohner sowie betroffene Unternehmen über das Gesamtprojekt und die Entwicklungen in den Bauabschnitten zu informieren.
Vor Baustart haben wir dem Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität der Bezirksversammlung Hamburg-Nord das Projekt vorgestellt. Außerdem haben wir eine Informationsveranstaltung durchgeführt, im Rahmen derer Bürgerinnen und Bürger sowie Interessierte Fragen stellen und in den direkten Austausch mit den unterschiedlichen Fachbereichen gehen konnten.
Bei Rückfragen können Sie sich an die Servicenummer oder folgende E-Mail-Adresse wenden:
Telefon: 040 6396 – 3450 (Montag bis Freitag: 9:00 bis 16:00 Uhr)
E-Mail-Postfach: fernwaermeausbau-nord@hamburger-energiewerke.de
Leitungsbau
Der Bau der Fernwärmeleitung ist in drei Bereiche, sogenannte Lose, unterteilt (siehe Karte des Trassenverlaufs). Die Lose sind insgesamt in 10 Abschnitte untergliedert. In den Abschnitten werden die Bauarbeiten zeitlich unabhängig voneinander durchgeführt.
Der Bau der Fernwärmeleitung hat am 2. März 2026 im dritten Abschnitt von Los 1 auf der Traute-Lafrenz-Straße zwischen Maienweg und Alsterkrugchaussee begonnen.
Genaue Informationen zu den Bauarbeiten in den verschiedenen Abschnitten finden Sie hier.
Los 1 wird voraussichtlich Sommer 2028 fertiggestellt.
Die Bauarbeiten in Los 2 beginnen voraussichtlich Sommer 2026. Los 2 wird voraussichtlich Sommer 2028 fertiggestellt.
Die Bauarbeiten in Los 3 beginnen voraussichtlich Ende 2026. Los 3 wird voraussichtlich Ende 2027 fertiggestellt.
Die kommerzielle Inbetriebnahme der neuen Fernwärmeleitung ist voraussichtlich Ende 2028.
Wir informieren rechtzeitig vor Baubeginn in den Abschnitten die Anlieger per Informationsschreiben über Art und Umfang der Bauarbeiten und die damit verbundenen Einschränkungen.
Die reguläre Arbeitszeit auf den Baustellen ist von Montag bis Freitag 6 bis 20 Uhr. Nachtarbeit sowie Arbeiten an Sonn- und Feiertagen sind nicht geplant, können in begründeten Ausnahmefällen jedoch erforderlich werden.
Gegenstand der Planung ist eine Fünftagearbeitswoche von Montag bis Freitag. Allerdings kann in Ausnahmefällen, beispielsweise bei nicht aufschiebbaren Baumaßnahmen und Arbeiten, die in ihrem Ablauf nicht unterbrochen werden können, Wochenendarbeit nicht ausgeschlossen werden. Diese Arbeiten müssen im Einzelfall behördlich genehmigt werden.
Die Fernwärmeleitungen werden in offener Bauweise verlegt. Der Bau erfolgt überwiegend im öffentlichen Straßenraum. Die Bautätigkeiten werden sich abschnittsweise fortbewegen. Einzelne Bauabschnitte können teilweise parallel durchgeführt werden.
Die Errichtung der Leitung wird so optimiert, dass schnelle Bauabläufe realisiert werden können und die Beeinträchtigung im Straßenverkehr so gering wie möglich gehalten wird. Der Leitungsbau soll abschnittsweise und in unterschiedlichen Längen erfolgen. Dabei werden in enger Abstimmung mit der Verkehrsbehörde, Polizei und Feuerwehr Teilsperrungen oder Vollsperrungen für die jeweilige Baustelle und entsprechende Umleitungen eingerichtet. Wir informieren rechtzeitig vor Baubeginn in den Abschnitten die Anlieger per Informationsschreiben über Art und Umfang der Bauarbeiten, die damit verbundenen Einschränkungen sowie über die anstehenden Verkehrsmaßnahmen.
Die Fuß- und Radwege stehen weitestgehend uneingeschränkt zur Verfügung. Die Zufahrt für Anlieger wird gewährleistet. Häuserzufahrten bleiben weitestgehend befahrbar. Gegebenenfalls sind Sonderlösungen erforderlich. Wir informieren rechtzeitig vor Baubeginn in den Abschnitten die Anlieger per Informationsschreiben über Art und Umfang der Bauarbeiten, die damit verbundenen Einschränkungen sowie über die anstehenden Verkehrsmaßnahmen.
Ja, die Zuwegung für Rettungsdienste ist jederzeit gewährleistet. Im Vorfeld wird das Verkehrskonzept in enger Abstimmung mit den zuständigen Verkehrsdirektionen, dem zuständigen Bezirksamt, dem Polizeikommissariat, der Feuerwehr und gegebenenfalls weiteren beteiligten Behörden geplant.
Ja, die Zuwegung für Abfallentsorgungsfahrzeuge ist jederzeit gewährleistet. Gemeinsam mit der Stadtreinigung wurde ein Entsorgungskonzept erstellt, dass die Müllabholung sicherstellt.
Damit das gelingt, haben die Hamburger Energiewerke die Hamburger Entsorgungsgesellschaft mbH (HEG), eine Tochterfirma der Stadtreinigung, beauftragt. Die Mitarbeitenden werden die Müllbehälter am Entsorgungstag selbstständig abholen und sie zu einem Sammelplatz bringen. Dort werden sie von der Stadtreinigung geleert und anschließend wieder von der HEG zu den Häusern zurückgebracht.
Im Baustellenbereich entfallen alle Parkplätze des öffentlichen Raums. Hier besteht ein Halteverbot. Nach Abschluss der Baustellen stehen die Parkplätze wieder zur Verfügung.
Während der Bauphase kommt es zu Schallemissionen, die vergleichbar mit anderen Straßenbaumaßnahmen sind. Da es sich bei der Verlegung der Fernwärmerohre um eine Linienbaustelle handelt, zieht die Lärmquelle kontinuierlich weiter, so dass Lärmspitzen nur temporär vor jedem Gebäude auftreten.
Zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Geräusche werden während der Bauarbeiten ausschließlich Baumaschinen eingesetzt, die die aktuell geltenden Anforderungen an geräuscharme Bautechniken erfüllen. Einsatzzeiten der Baumaschinen und parallele Bautätigkeiten werden so optimiert, dass ein Minimum an Baulärmbelastung entsteht.
Für den Bau der Fernwärmeleitung sind nur erschütterungsarme Bauverfahren vorgesehen. Deshalb sind auch bei Gebäuden/Wohngebäuden mit einem geringen Abstand zur Baugrube weder erhebliche Belästigungen für den Menschen noch neue Schäden an Gebäuden zu erwarten.
In der Planungsphase einer Baumaßnahme wird zunächst geprüft, welche Bäume betroffen sind. Eine alternative Trassenführung ist oftmals nicht möglich, da betriebliche Belange und räumliche Engpässe durch Fremdleitungen berücksichtigt werden müssen.
Während der Bauphase werden Baumschutzmaßnahmen wie Stammschutz, markierte Schutzbereiche und schonende Bautechniken (z. B. Handschachtungen, Saugbagger) angewendet. Baumgutachter begleiten die Maßnahmen fachlich. Sollten diese Schutzmaßnahmen nicht ausreichen, wird ein Antrag auf Baumfällung beim Bezirksamt gestellt. Als Ausgleich werden Ersatzpflanzungen gemäß Baumschutzverordnung durchgeführt. Die Anzahl der Ersatzpflanzungen wird nach Wertepunkten ermittelt. Falls Ersatzpflanzungen nicht möglich sind, werden stattdessen Ersatzzahlungen geleistet.
Ggf. ist für den Einsatz der Baumaschinen und zum Schutz der Bäume partiell Kronenbeschnitt erforderlich.
In Abstimmung mit dem Bezirksamt müssen zwei Bäume auf öffentlichem Grund (Obenhauptstraße) gefällt und drei Sträucher auf Privatgrund gerodet werden.
Als Ausgleich werden Ersatzpflanzungen gemäß Baumschutzverordnung durchgeführt. Die Anzahl der Ersatzpflanzungen wird nach Wertepunkten ermittelt. Falls Ersatzpflanzungen nicht möglich sind, werden stattdessen Ersatzzahlungen geleistet.
Um den Anforderungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes gerecht zu werden, wird zunächst der Straßenaufbruch abgefräst, bevor der darunter liegende Straßenaufbau und anschließende Erdaushub ausgebaggert wird. Hierfür ist ein Boden- und Entsorgungsmanagementkonzept aufgestellt worden, das die Belange des Umweltschutzes erfüllt. Der Abtransport des Straßenaufbruchs und Bodenaushubs wird per LKW erfolgen.
Die Leitung wird unterhalb der Traute-Lafrenz-Brücke über die Alster geführt. Aufgrund des Durchmessers der Leitung und des beschränkten Platzes unter der Brücke ist die Auffächerung der Leitung erforderlich. Es kommt zu keiner optischen Beeinträchtigung. Die Durchfahrtshöhe unterhalb der Brücke wird durch die Rohrleitungen nicht eingeschränkt. Das Denkmalschutzamt hat der Leitungsführung unterhalb der Brücke zugestimmt.
Vertrieb
Der Anschluss von Lufthansa Technik und dem Flughafen Hamburg beflügelt den Netzausbau und zahlt auf die übergeordneten Ziele der Kommunalen Wärmeplanung und die Klimaziele der Stadt Hamburg ein. Nach der kommerziellen Inbetriebnahme der Leitung ist es geplant, weitere Wohn- und Geschäftshäuser sowie Unternehmen im Norden Hamburgs anzuschließen.
Detaillierte Informationen zur Funktionsweise von Fernwärme finden Sie hier.
Welche unserer Wärmelösungen für Sie infrage kommt, können Sie hier einsehen.
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Überzeugende Argumente für die Nutzung von Fernwärme finden Sie hier.
Dann bitten wir Sie, sich direkt telefonisch an unsere Störungsannahme unter der Rufnummer 040 6396-2871 zu wenden.
Dann wenden Sie sich bitte direkt an den technischen Kundenservice unter 040 6396-4886.
Dann wenden Sie sich bitte direkt an das kaufmännische Kundenmanagement unter 040 6396-7755.